Von einigen als Kultmovie verehrt, von anderen als einfach nur schlecht und grottig empfunden... Ja, man kann sagen das "Bloodsucking Freaks" von Joel M. Reed die Massen spaltet. So hab ich mir gedacht, ich werde mal selbst schauen, auf welcher Seite ich stehe und ich muss klar sagen, auf zweite, denn was ich mir über 90 Minuten angetan habe ist wirklich einfach nur mies.
Story:
Sardu ist ein Illusionist, zumindest glauben die Leute ihm das. So zeigt er in seiner Show, wie junge Damen auf grausame Weise gefoltert und getötet werden. Dennoch scheint es als kommt der Rubel nicht richtig ins Rollen und so beschließt er das ein großer Coup her muss. So lässt er zum einen die berühmte Ballettänzerin Natasha die Natalie und zum anderen den Kritiker Creasy Silo entführen um die beiden in einer " fantastischen Show" zu einem großen Showdown zu vereinen.
Reed benutzt diese Story, welche in manchen Teilen etwas an " The Wizard of Gore" errinert, einfach nur zum Selbstzweck. So geht es vielleicht gerade mal 20 Minuten lang um den dünnen Plot... denn in der restlichen Zeit will man einfach nur schokieren. Was auch in gewisser Weise gelingt. So sind es nicht die zahlreich auftrettenden Splatter und Gore Effekte, nein schokierend ist vorallem der Umgang mit dem weiblichen Geschlecht. Selten habe ich einen solch Frauenverrachtenden Film gesehen. So das ich durchaus nachvollziehen kann, wie der im Jahr 1976 entstandende Film für so viel Furore gesorgt hat. Und es den amerikanischen Damen nicht zu verdenken ist, das sie durch Proteste versuchten dieses Machwerk verbieten zu lassen. So blieb dem Streifen zumindest eine Kinoauswertung verwehrt... gut so.
Denn die Frauen werden hier stehts nackt präsentiert und auf das niederträchtigste geschändet.So wird z.B. der nackte Po als Darts-Scheibe benutzt, Finger der Damen werden als Backgammon Spieleinsatz verwendet oder sie werden in einen Käfig gesperrt und zu Kannibalen gezüchtet um nur 3 von wirklich vielen Szenen dieser Art zu erwähnen.
Zwar kann man sagen das dass ganze niemals ernst wirkt,aber trotzdem muss das den sein? Das dass ganze nicht ernst wirkt, liegt vorallem an der schlechten Inszenierung des ganzen. So wirkt alles stets trashig von Anfang bis Ende. Darstellerisch unterste Schublade, Spannungstechnisch so spannend wie ein Goldfisch und auch die Goreszenen überzeugen nicht. So wirken diese ebenso billig wie der Rest des Films.
Fazit:
Kult hin oder her, für mich wars nix, unspannend, Frauenverachtend und darstellerisch ein Totalausfall. Trashfans werden vielleicht ihre Freude daran haben, aber ich sicherlich nicht.... 1 Punkt