7
Visuell ungewöhnlich komponiert. Man fühlt sich wie in einem Theaterstück in gemalten Natur-Kulissen. Der Anfang ist auch ein wenig behäbig, wie sich die Tragödie anbahnt. Dennoch gibt es auch hier bereits viele kunstvolle Szenen. Später dann epochale Schlachten, Tod und Verderben, Szenen unglaublicher Härte und Gewalt. Und inmitten des Chaos der Großfürst, der in den Wahnsinn gleitet. Ein interessantes Sittenbild des feudalen Japans, sehr kunstvoll und nicht jedermanns Geschmack, aber auch nicht das angepriesene Meisterwerk.
10
Für mich der eindeutig beste Film aller Zeiten Akira Kurosawas mit amerikanischem Geld realisiertes Meisterwerk ist ein Transfer der Shakespeare-Tragödie um König Lear ins freudale Japan. Auf höchster gesellschaftlicher Ebene entfaltet sich ein Familienkonflikt der auch in ärmsten Kreisen so stattgefunden haben könnte und der zeigt, wie nichtig vermeintlich Großes, selbst Geschaffenes beziehungsweise durch Arbeit oder Glück Erreichtes angesichts menschlicher Schwächen sein kann. Von einem kongenialen Genie in Szene gesetzt, beinhaltet der Film ein paar der beeindruckendsten Montagen die überhaupt je auf Film gebannt wurden. Die relative Einfachheit der Handlung stehen dabei sehr komplexe Charaktere gegenüber. Dem westlichen Vorbild Shakespeares hat Kurosawa seinem gebührenden Platz zugewiesen, das heißt den englischen Barden dabei nicht allzu wichtig genommen. Rating 10