Seit 50 Jahren kontrolliert der New Economy Block oder „NEB“ den Bergbau in allen bekannten Sonnensystemen. Vor 20 Jahren entdeckte der NEB auf Sirius 6B die Lösung für alle Energieprobleme: Berynium. Doch der Abbau von Berynium erwies sich als überaus gefährlich. Die „Alliance“ von Bergarbeitern und Wissenschaftlern forderte den Abbaustopp. Der NEB erklärte der Alliance daraufhin den Krieg. Ein kalter Krieg auf der Erde war die Folge. Die echten Kämpfe fanden nur auf Sirius 6B statt. Nukleare Angriffe zerstörten den einst wunderschönen Planeten. Tausende erlagen den tödlichen Berynium Strahlen. Nach 10 Kriegsjahren werden die Überlebenden auf Sirius 6B von einer neuen Gefahr bedroht.
Screamers ist ein toller Beweis dafür, das auch mit geringen finanziellen Mitteln gute Filme gedreht werden können. Als Basis dient eine Kurzgeschichte von Philip K. Dick, was ja schon vielen Verfilmungen definitiv nicht geschadet hat. Hier gehts um den fiktiven Konflikt zwischen Bergbauarbeitern und den Firmeneigentümern, der doch etwas eskaliert ist. Die eine Seite schmeißt mit Atomraketen um sich, während die andere selbst reproduzierende Killerroboter in den Ring wirft. Ergebnis, alles ist trostlos grau, die wenigen Menschen desillusioniert und die Screamers reduzieren die wenigen verbliebenen Kämpfer nach und nach.
In dieses Szenario brechen zwei Kämpfer auf, ein überbrachtes Friedensangebot zu beantworten. Die NEB scheint nur noch aus drei Kämpfern zu bestehen und deren Kommandobunker ist eine einzige Blutlache. Screamers schafft es dabei eine konstante Bedrohungsatmosphäre zu kreieren. Die Roboter sind garstige kleine Biester, die sich unterirdisch fortbewegen und mit ihren Kettensägen gerade zu Beginn einige Körperteile abtrennen (für FSK 16 schon starker Tobak). dazu kommen noch einige Weiterentwicklungen, so daß sich die Screamers auch als Menschen ausgeben können, was wieder die permanente Frage aufwirft, wer jetzt nun Mensch und wer ein Haufen Drähte ist, mit einigen Überraschungen, denn sogar Kinder werden produziert (nicht gerade kinderfreundlich wird der kleine Junge zigfach auch wieder umgebracht).
Die Darsteller leisten solide Arbeit, allen voran Peter Weller, der nach Robocop endlich mal wieder eine gescheite Rolle bekommen hat. Etwas schlampig dafür die Stop Motion Kreatur und auch die CGI ist nicht auf der Höhe der Zeit, allerdings werden diese nur selten eingesetzt. Dennoch bietet der Film gelungenen SciFi-Horror, wie ich ihn gerne öfter sehen würde. Daumen hoch.
8/10