6
Ja, vereinzelt kommt noch Splatter aus der einstigen Gore-Hochburg Italien. Und der ist auch noch immer den deutschen Jugendschützern ein Dorn im Auge, man höre und staune. LAST HOUSE IN THE WOODS ist quasi wie LAST HOUSE ON THE LEFT mit vertauschten Rollen: Diesmal sind die Gastgeber in ihrem Landhaus die Bösen. Leatherface lässt auch grüßen. Das ist alles nichts Neues, aber auch nichts wirklich Schlechtes. Relativ unverbraucht ist höchstens die Involvierung von kleinen Kindern ins kannibalische Geschehen. Der Film ist gar nicht mal schlecht fotografiert, nur leider oft sehr dunkel. Er gibt sich modern, ist ganz weit entfernt von Fulci und D'Amato, die surreale Beleuchtung und die Farben im letzten Akt haben jedoch fast etwas von Argento. Nicht ganz so gelungen sind die MakeUp-Effekte und die Darstellung der geistig etwas zurückgebliebeneren Sippenmitglieder: Beides liegt auf Amateurniveau.
7
Total HOHL, dafür aber auch schön GORY! Ein Meilenstein des NEUEN TERRORS ist dieses Billig-Streifchen sicherlich nicht, dennoch wird der anspruchslose Horror-Freund köstlich unterhalten. Unter erhöhtem Alkoholeinfluss lässt sich der Entertainment-Faktor mit Sicherheit noch puschen. Natürlich wurde bei anderen Reissern deftig geklaut und der italienische Twist der Story ist genauso anspruchslos und absurd wie man es von den Pizzabäckern gewohnt ist. Zur Story: Im Wald haust 'ne Sicko-Family und killt Menschlein. Kannibalismus, Idiotie, Amputation, etc.. Das ganze Programm eben. Die Kettensäge wird auch ausgepackt. Wie gesagt, unterste Schublade, aber sehr unterhaltsam. Ach ja... Der Score ist unglaublich schrottig und quälend. Streckenweise passt die musikalische Untermalung überhaupt nicht und dudelt einfach so vor sich hin. GOBLIN darf man hier also nicht erwarten. :-)