Die labile Victoria unternimmt einen Trip nach Paris, um ihre dort lebende Schwester Carolyn zu besuchen. Die stellt das genaue Gegenteil von ihr da. Lebensfroh, quirlig und cool. Daher haben sich die beiden auch nie so recht verstanden. Am ersten Abend wird Victoria bereits überredet, eine Party zu besuchen, die in den unterirdischen Katakomben von Paris stattfindet. Diese Treffen sind eigentlich verboten, geben aber den Anwesenden erst den richtigen Kick. Doch dann verlaufen sich die beiden in den vielen Gängen. Aus dem Nichts werden die Schwestern plötzlich von einem fremden Angreifer attackiert und Carolyn dabei ermordet. In panischer Angst flieht Victoria vor dem Fremden und verirrt sich immer weiter in den unterirdischen Irrwegen. Es beginnt eine wilde Hetzjagd.
Mehr kann man über diesem Film eigentlich nicht verraten, denn viel mehr gibt es auch nicht zu erzählen. Das Ende ist noch relativ überraschend, aber zwischendrin geht es fast ausschließlich um die Verfolgungsjagd in dem unterirdischen Labyrinth. Und da beginnt das Problem von Catacombs. Die ersten 45 Minuten ist der Film sehr spannend und die beiden Regisseure nutzen auch nahezu alle kameratechnischen Tricks, um das alles höchst effizient in Szene zu setzen. Natürlich ist die Location dafür auch prädestiniert.
Doch das interessante des Films wird auch gleichzeitig zu seinem Problem. Die Story gibt einfach keinen Stoff für einen 90-minütigen Spielfilm her. Irgendwann werden die Verfolgungen für den Zuschauer dann doch etwas ermüdend, da nur sehr wenige neue Aspekte hinzukommen.
Schauspielerisch ist das ganze durchaus akzeptabel. Die mir gänzlich unbekannte Shannyn Sossamon spielt ihre Rolle ausgezeichnet - der Zuschauer lebt ihre Angst mit. Auch PINK in ihrer ersten größeren Filmrolle (aber doofer Frisur) macht ihre Sache gut. Die Rolle der toughen Schwester ist ihr allerdings auch auf den Leib geschrieben.
Fazit: Durchaus spannender Horrorthriller, der im Grunde nur den Fehler begeht, zwanzig Minuten zu lange zu sein. Ansonsten bekommt man hier eine wirklich düstere Atmosphäre und einiges an Schockmomenten geboten.
6,5 Punkte