Shrek zum Dritten
In Far Far Away sollen sich Shrek und Fiona schon mal so langsam an die königlichen Sitten und Gebräuche gewöhnen, denn der Froschkönig liegt im Sterben und ein Nachfolger wird gebraucht. Shrek möchte sich diesen Zirkus nicht unbedingt antun und er scheint Glück zu haben, denn mit seinen letzten Worten verrät ihm der König, dass es noch einen weiteren Thronfolger namens Arthus gibt.
So geht es kurzerhand auf die Reise, um den potentiellen Nachfolger davon zu überzeugen, den Job des Königs anzutreten. Eile ist zudem von Nöten, denn Prince Charming will sich nicht länger mit seinem tristen Dasein als Bösewicht abfinden, sondern fordert stattdessen sein ganz persönliches Happy End - welches darin besteht, selbst König zu werden und Shrek zu töten.
Auch das dritte Abenteuer von Shrek ist eine spaßige Angelegenheit geworden, gespickt mit einigen Actioneinlagen und Anspielungen auf diverse Märchen und Filme. Leider - und das ist der entscheidende Knackpunkt - kommt der Humor sowohl im Englischen als auch im Deutschen weitaus weniger bissig rüber, sondern ist eher auf familienfreundlichkeit getrimmt.
Ansich kein böses Unterfangen und so schwülstig wie in den Disney Zeichentrickfilmen wird es glücklicherweise nie, dennoch ist deutlich zu merken, dass auch die kleinen Zuschauer mehr denn je angesprochen werden sollen.
Das wird bereits gerade im Vergleich zum Erstling im wesentlich helleren Look deutlich und es gibt auch mehr "Knuddelcharaktere", die halt einfach nur süß sind. Gute Ideen sind dennoch reichlich vorhanden, so dass der Film ohne Probleme zu den besten Animationsfilmen gezählt werden kann.
Den Vergleich zu seinen beiden Vorgängern hält er indes nicht stand. Etwas weniger Disney, dafür mehr derber Humor hätte nicht geschadet.