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Der dritte Aufguss um den grummeligen Oger führt diesen und seine Fiona eigentlich in Richtung Thron. Denn der (Frosch-)König stirbt und so wäre es an dem großen Grünen, das Königreich „Far Far Away“ zu regieren. Nur hat der darauf so gar keine Lust und macht sich lieber auf die Suche nach Fionas Cousin Arthur, um diesem den Job schmackhaft zu machen. Währenddessen will Prince Charming das Machtvakuum im Königreich für sich nutzen.

In der zweiten Fortsetzung um den ehemaligen Sumpfbewohner machen sich Abnutzungserscheinungen breit. Immer noch aus seiner ursprünglichen Umgebung gerissen grummelt sich der Oger durch den ungewohnten Alltag, wird aus diesem herausgenommen und auf eine Mission geschickt. Diesmal als reine Männertruppe, als Begleitung hat er Esel und den gestiefelten Kater als Sidekicks dabei, später dann auch noch den jugendlichen Arthur (bzw. Artus). Dieser dient letztlich meist dazu, Shrek auf den Weg der Vaterschaft zu führen, denn wie Fiona ihm noch beim Aufbruch ins Abenteuer hinterherruft, sind sie bald nicht mehr nur zu zweit. Was folgt, ist eine recht pointenarme und im Aufbau vorhersehbare Reise, während zuhause die Revolution ausbricht und sich Fiona mit den Daheimgebliebenen zur Wehr setzt. Diese Abschnitte mit mancher Prinzessin sind dann auch die unterhaltsameren.

Zwar sind die parodistischen Einsprengsel auf die Märchenwelt hier auch wieder vorhanden, doch insgesamt weniger treffsicher. Teil drei wirkt etwas müde, es fehlen die humoristischen Highlights und man wird mit Lachern nicht gerade verwöhnt. Dabei ist das Tempo zwar okay, aber der Spaßfaktor schlurft eben so vor sich hin und weiß mit seinen Stärken, die er in den ersten beiden Teilen etabliert hat, scheinbar nicht mehr viel anzufangen. Irgendwas geht ihm ab, Herz, Seele – einfach das, was den Laden vorher zusammen mit der popkulturellen Witzelei zusammenhielt.

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