Review

„Ready to Rumble“ ist eine nur durchschnittliche Komödie, auch wenn sie Wrestlingfans besser gefallen dürfte.
Gordie Boggs (David Arquette) und Sean Dawkins (Scott Caan) sind zwei Kleinstadttypen, die an sich ziemliche Verlierer sind. Sie arbeiten, indem sie Chemieklos entleeren, wobei Gordies Vater ihn lieber als Polizisten anwerben möchte. So beginnt der Film mit den üblichen Klischees vom Landei, wobei wenigstens Gordies Traum vom Wrestling im Krämerladen etwas Witz hat.
Das Steckenpferd der beiden Loser ist Wrestling, wobei die beiden in erster Linie ihr Idol Jimmy King (Oliver Platt) anbeten, den ungeschlagenen Champion in seiner Liga. Dieser ist jedoch unzuverlässig und verscherzt es sich mit seinem Manager Titus Sinclair (Joe Pantoliano), woraufhin dieser nicht nur seinen nächsten Kampf verlieren lässt, sondern nach der Niederlage komplett aus dem Sport kickt. Bis dahin auch eher müde Gags, wobei die Wrestlingszenen ganz gut gelungen sind.

Für Gordie und Sean ist klar: King muss zurück in den Ring und seinen Titel wiederholen – schon allein um ihretwillen. Nach einigen Recherchen können sie King auch finden, der allerdings nicht ganz so perfekt ist wie sie dachten. Dennoch können sie ihn überreden mit ihrer Hilfe seinen Titel zurückzuholen...
„Ready to Rumble“ ist an sich nur die x-te Komödie um die Odyssee zweier Loser, die aber nicht ganz misslungen ist. Die Story hält zwar nicht allzu viel Spannung parat und die Wendungen sind vorhersehbar, aber sie wird auch nur stellenweise langweilig und steigert sich zum Ende des Films hin.
Was bei dem Film leider versagt, sind viele der Gags. Die mauen Fäkalwitze am Anfang sind eher nervig und auch die vermeintlich satirischen Einblicke ins Wrestlinggeschäft kennt man schon in ähnlicher Form. Doch zum Ende steigert sich der Film und kann einige sehr lustige Stellen bieten, wie z.B. Martin Landau als unbarmherziger Wrestlingtrainer oder die „Unerlaubtes Mittel“-Szene.

Auch die Wrestlingszenen sind recht gelungen, da sie mehrere akrobatische Einlagen und ganz nette Stunts bieten, die auch mir als Nicht-Wrestlingfan gefallen haben. Passend zum Thema des Films gibt es auch Unmengen von Gastauftritten aus dem Sport, vor allem jede Menge prominenter Wrestler natürlich.
Zudem verwundert der Film durch eine überraschend hochkarätige Besetzung mit Darstellern wie Oliver Platt, Joe Pantoliano und Martin Landau, die hier ganz nette Leistungen erbringen. Auch das Deppenduo aus David Arquette und Scott Caan kalauert sich solide durch den Film.

Durchschnittliche Wrestlingkomödie, der ein paar wirklich gute Gags nicht geschadet hätten, dennoch kein Totalausfall.

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