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„Gag jagt Gag“ – so heißt es auf der Coverrückseite von „Rat Race“. Jedenfalls passt das zur Story:
Ein wettverrückter Las Vegas-Casinobesitzer veranstaltet zur Unterhaltung seiner schwerreichen VIP-Gästen ein Rennen der ganz besonderen Art. Die Teilnehmer dieses Rennens sind ganz „normale“ Casinobesucher, die per Zufallssystem ausgewählt werden. Am Ende umfasst die Gruppe insgesamt sechs Teams mit den verschiedensten skurrilen Charakteren. Jeder einzelne der Figuren hat irgendwo ne Schraube locker, was allerdings das Einzige ist, dass die Kontrahenten gemeinsam haben. Es würde aber zu weit führen, jeden einzeln zu beschreiben, dass solltet ihr selbst sehen.
Das Rennen hat keine Regeln, es gilt nur als erster das Ziel zu erreichen und die 2 Mio. Dollar einzusacken, die in Schließfach 001 im Bahnhof von Silver City / New Mexico liegen.

Diese Story hätte jede Menge Raum für lustige Szenarien und Gags geboten. Leider haben sich die Filmemacher an das Motto: „Quantität statt Qualität“ gehalten, so dass ca. alle fünf Minuten zwischen den Handlungssträngen gewechselt wird und der Zuschauer praktisch bombadiert wird, mit den ach so witzigen Einfällen der Drehbuchschreiber. Da wird gerade Adolf Hitlers Limousine aus dem Museum gestohlen, gleich darauf befindet man sich in einer Monstertruckarena, dann in einem Heißluftballon an dem eine Kuh baumelt...
Man kommt gar nicht mehr mit, bei dem Tempo, in dem hier die „Gags“ auf einen losgelassen werden. Eigentlich ist das ja nicht schlecht, allerdings wie schon oben erwähnt geht bei „Rat Race“
Quantität vor Qualität und so verstreicht der Film und alle guten Ideen, die auf jeden Fall vorhanden sind, und man fragt sich warum man das Ganze irgendwie ziemlich unlustig fand.
Unter den Schauspielern finden sich einige bekannte Namen wie John Cleese, Whoopi Goldberg, Cuba Gooding Jr. und Rowan Atkinson. Besonders schade ist, das der herrliche John Cleese in der Rolle des Casinobesitzers praktisch verschenkt wurde; dafür bekommt man eine satte Ladung Whoopi Goldberg, die schon nach 10 Minuten nervt. Die besten Szenen hat Cuba Gooding Jr. als ehemaliger Footballschiedsrichter, wobei sein erster Auftritt, ziemlich am Anfang des Films, als er mit einem Kumpel an der Casinobar sitzt, den besten Gag des ganzen Streifens bietet.

Richtig ärgern darf man sich dann über das bescheuerte Ende, dass dermaßen scheinheilig und schleimig daherkommt, dass man kaum mehr hinsehen kann. Aber bitte, wers braucht.

Von mir gibt's 4/10 Punkte, da die Idee ganz gut ist und es wenigstens nicht langweilig wird. Zu mehr reichen die wenigen guten Witze leider nicht.

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