Na endlich mal wieder ein Remake aus Hollywood, das die Welt nicht vermisst hätte. „Rat Race“ ist die moderne Version von „Eine total verrückte Welt“, in der ein beeindruckendes Staraufgebot auf die Reise nach New Mexico geschickt wird, um dort einen nicht unbeträchtlichen Geldbetrag in Empfand zu nehmen: Der Erste bekommt alles, der Rest gar nichts.
Der Humor Jerry Zuckers hat sich im Laufe der Jahre kaum verändert, nur zündet hier ein Großteil der Gags nicht, obwohl sich die Schauspieler redlich bemühen, teilweise aber bös’ falsch gecastet worden sind. Whoopi Goldberg kann keine Akzente sitzen, Rowan Atkinson muss reden (und das kann er am Schlechtesten), Cuba Gooding Jr. ist kein wirklicher Komiker, John Cleese Grimassen gleichen schon fast einer Parodie von sich selbst und Jon Lovitz darf auch nur dann komisch sein, wenn er Nazischergen über den Weg läuft.
In den 100 Minuten sind zu viel Charaktere, aber zu wenig Gags, so das zwar zwischen den Rivalen oft hin und her gesprungen wird, wirklich witzige Szenen wie Lovitz Besuch auf einem Veteranentreffen oder in einem Nazimuseum seltene Highlights bleiben. Das Duo mit der selbstgepiercten Zunge kommt da, dank tierischer Mithilfe noch am besten Weg, während Whoopi nebst wieder gefundener Tochter genau so wenig wie Cuba Gooding Jr. als Busfahrer überzeugen kann.
Dennoch ist ständig was los und die skurrilen Wetten der Millionäre, die das Rennen beobachten, sorgen zumindest ab und zu für Lacher. Leider sind zwischen den guten, immer wieder zu schwache Gags zu finden, die den Filmspaß doch arg trüben, so dass am Ende nicht uneingeschränkt von einem Gagfeuerwerk gesprochen werden kann.
Fazit:
„Rat Race“ kann, trotz massivem Staraufgebot, nicht überzeugen, da die Gags meist zu zahm sind und nur selten ins schwarze Treffen. Da die Story kaum Überraschungen bietet, noch vorhersehbaren Schema abläuft und am Ende noch kitschig wird, dürften selbst anspruchslose Zuschauer kaum zufrieden sein.