Ein gut gelaunter Mädels-Trip nach Mexiko, was gibt es Schöneres? Rhetorische Frage. Das Ami-Trio Nora (Tia Carrere), Maureen (Tricia Leigh Fisher) & Caroline (Lisa Dean Ryan) will es in Mexiko so richtig krachen lassen, da Caroline bald heiraten wird. Der Aufenthalt im fremden Land ist tatsächlich von der unvergesslichen Art, im sehr üblen Sinne. Erst werden sie bei einer Party von Arschlöchern bedrängt, danach bei der Flucht von Bullen angehalten & ins Gefängnis verfrachtet, woraufhin sich die schmierigen Hüter des Gesetzes nachts in ihre Zelle schleichen, um eine ungefragte Nummer zu schieben.
Manchmal ist es gar nicht mal verkehrt, wenn die Erwartungshaltung so überhaupt nicht bedient wird. Final Overkill war ein (billiger) Blindkauf, da ich, aus welchen Gründen auch immer, der Überzeugung war, dass es sich hierbei um eine (im besten Fall spaßige) Actiongülle handelt, in der die Hawaiianerin Tia Carrere einen auf John McClane macht. Der Streifen ist nix davon. Weder ist er spaßig (dazu ist er einfach zu heftig) noch ist er Actiongülle & auch wenn hier viele Male gestorben wird, so ganz bestimmt nicht langsam. Stattdessen orientiert sich Hostile Intentions (= OT) ganz klar an Jackson County Jail, serviert mit etwas Mexiko-Flair.
Regisseurin Catherine Cyran legt den Fokus auf ein nicht unsympathisches Girls-Trio, das (mehr oder weniger) unverschuldet in einen Strudel der Gewalt gerät, der sie alle zu verschlingen droht. Viele Szenen bestechen mit einer rohen Brutalität, die unter die Haut geht & emotional aufwühlt. Bereits die Attacke im Knast ist heftig & unangenehm & auch in weiterer Folge bricht die Gewalt mit einer schmerzhaften Wucht über unsere Protagonistinnen bzw. deren Begleiter (u. a. ein kleiner Junge) herein. Auch wenn manchmal zu dick aufgetragen wird, so ist das doch ein guter kleiner Thriller mit großer Wirkung, der mich richtig gepackt hat.