Die drei Amerikanerinnen Nora, Maureen und Caroline unternehmen einen Wochenend-Trip nach Tijuana. Nachdem die Mädels auf einer Party vor ein paar zudringlichen Typen Reißaus nehmen, werden sie mit dem Wagen von der Polizei angehalten und landen erstmal über Nacht auf dem Revier. Als zwei der Polizisten versuchen, Maureen in ihrer Zelle zu vergewaltigen, tötet Nora diese in Notwehr. Nachdem man den ebenfalls anwesenden Kriminellen Juan Delgado befreit und als Geisel genommen hat, ergreifen die Freundinnen in Panik die Flucht... und müssen, nachdem es während einer Verfolgungsjagd zu einem weiteren toten Polizisten kommt und nach ihnen gefahndet wird, nun einen Weg austüfteln, wieder über die mexikanische Grenze zurück in die USA zu gelangen, ohne die Behörden auf sich aufmerksam zu machen... Die Werbezeile auf dem Cover ("Blutjunge Frauen, gehetzt und missbraucht, kämpfen um ihr Leben."...!) verspricht ein höheres Maß an Sleaze, als der hierzulande ziemlich übertrieben betitelte "Final Overkill" tatsächlich zu liefern beabsichtigt, wobei sich Tia Carrere nur ein Jahr nach "True Lies - Wahre Lügen" aber auch wohl kaum mehr als Hauptdarstellerin für einen reinen Sexploitation-Streifen mit den üblichen Zutaten zur Verfügung gestellt hätte (zu Zeiten eines "Zombie Nightmare" hätte das vermutlich noch anders ausgesehen). Wer da im Vorfeld jedoch die Erwartungen auf ein realistisches Niveau runterschraubt und sich von diesem kleinen Filmchen aus Frauenhand (!) weder 'ne sexistische Menschenjagd noch eine Sause im mexikanischen Frauenknast erhofft, dürfte hiermit in Sachen Entertainment aber doch noch einigermaßen gut bedient werden. Zweifellos handelt es sich bei "Final Overkill" aber doch um die Sorte von B-Movie, die einem damals in den 90ern noch regelmäßig den Gang in die Videothek versüßt hat und die mittlerweile gefühlt leider fast schon ausgestorben ist: Nicht allzu spektakulär, was Schauwerte und Darsteller-Leistungen anbelangt und inhaltlich auch nicht wirklich originell, aber doch irgendwie durch die Bank solide gemacht... und damit ein prima Absacker, um nach einem gerade aktuellen Hollywood-Blockbuster wieder auf den Boden der Tatsachen runterzukommen. Als Rückgriff auf derartige Unschuldig-auf-der-Flucht-Stoffe à la "Jackson County Jail" umweht die Angelegenheit zudem - nicht nur wegen des bitteren Endes - ein wenig raues 70s-Flair, so dass man die Chose fast schon für eine Produktion aus dem Roger Corman-Stall halten könnte... was dieses Mal allerdings netter gemeint ist, als es klingt. Für heutige MCU-Kiddies ist das alles natürlich nix, so 'nen alten Sack wie mich lassen allerdings alleine schon die handgemachten Blutspritzer in den Schießereien (was immer noch besser aussieht als jeder CGI-Wichs) direkt nostalgisch werden. Das durchweg negative Porträt, das hier von Mexiko und seinen Einwohnern auf allen Ebenen gezeichnet wird, ist dabei übrigens fast schon eher ein Argument FÜR Trumps Mauer... wie ernst man das nehmen will, muss jeder Zuschauer mit sich selbst ausmachen.
6/10