Review

Vorsicht: Dieses Review enthält Spoiler die den Schluß des Filmes betreffen!

Wenn ich einen Geist sehen wollte... wo müsste ich hingehen?

Zimmer 1408 ist einer Kurzgeschichte Stephen Kings entsprungen. Vom Meister des Horros ist einiges zu erwarten, gerechtfertigt dass allerdings hohe Erwartungen an eine Verfillmung für diese er nur den Grundstoff liefert?

Wer einen großen Horrostreifen mit viel Krach, Schocks und Blut erwartet ist hier völlig falsch. Zimmer 1408 ist ein vergleichsweise ruhiger Psycho-Grusel-Suspense Trip.

John Cusack spielt den Schriftsteller Mike Enslin der sich auf Grusel und Horrorhäuser spezialisiert hat. Er inspiziert diese und stellt einen Gruselfaktor auf über diesen er schreibt. Dadurch landet er in Zimmer 1408 des Dolphin Hotels, wo niemand länger als eine Stunde überlebt hat.
Schauspielerisch gesehen hängt der gesamte Film an Cusack, die meiste Zeit geht es um ihn und das Zimmer. Anfangs weiß man noch nicht sonderlich viel von seiner Figur, seine Vergangenheit und Schicksale entfalten sich erst mit der Laufzeit des Films. Dies unterhält und macht neugierig was denn nun dem Hauptcharakter wiederfahren ist und wie die Zusammenhänge, zu Ereignissen die noch Folgen, sind. John Cusack bringt seine Figur dem Zuschauer sehr gut und emotional rüber.
Samuel L. Jackson ist... mehr oder weniger dabei. Als großen Namen und Werbefigur habe ich mir doch etwas mehr Screentime von ihm versprochen. Leider ist seine einzige große Szene die Unterredung und das Abhalten Mike Enslins in Zimmer 1408 einzuchecken.

Wo sich das erste Drittel noch als spannend herausstellt und Neugierde weckt, wiederholen sich ab dem zweiten Drittel die wenigen Schockeffekte die dann nun wirklich nicht mehr vom Hocker reißen. Es gibt eine, nach meiner Meinung, vorhersehbare Wendung bevor es zum Finale kommt. Der Schluß ist etwas merkwürdig. Mir ist die Bedeutung der Stimme von Mike Enslins toter Tochter auf dem Tonband zu nichtssagend. Sollte hier verwiesen werden, dass die Erlebnisse im Hotelzimmer kein Traum waren? Das war mir eigentlich schon klar.

Die Effekte können sich größtenteils sehen lassen. Bei der Darstellung des CGI Feuers hätten man sich etwas mehr Mühe geben können, denn dieses ist eindeutig als als Computereffekt zu enttarnen.

Leider nicht der erhoffte, mitreissende Gruselschocker den ich erwartet habe. Ein wenig mehr Abwechslung wäre schön gewesen. Im allgemeinen kann ich aber sowieso nicht viel von Suspense-Horrorfilmen wie The Ring und diesem hier abfinden.

4 / 10

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