4
Arg mäßiger Schlitzerkrimi mit überraschend prominenter Besetzung (Rod Taylor, Christopher Lee, Valerie Perrine), welche diesen Film vorm totalen Absaufen rettet. Vermutlich war es einmal mehr der Tatsache, dass auch hier wieder wehrlose Frauen Opfer des Psycho-Killers wurden, was die Jungs und Mädels von der BPjS zum tapferen Einschreiten verleitet hat. Ansonsten ist "Mask of Murder" so spannend und so blutig wie ein schlechte Tatort-Folge - immerhin weiß die Atmosphäre im winterlichen Kanada (eigentlich Schweden) ganz gut zu gefallen. Eine recht anschauliche Szene im Stripclub gibt es dann auch noch zu bewundern; prinzipiell ist dieses Werk jedoch nur ein weiteres Filmchen, dass die Welt nicht braucht...
5
Der Gewaltpegel und die gesamte technische Umsetzung sind wie bei einem TV-Thriller. Also stellt sich die Frage, warum der Film bundesweit beschlagnahmt wurde. Würde der Killer sich an den Frauenleichen vergehen, könnte man das Verbot noch eher nachvollziehen. Aber so erleben wir nur immer wieder denselben leicht zu durchschauenden Rasiermessereffekt: An der falschen Klinge muss sich eine Kanüle für das Kunstblut befinden, die am Frauenhals einen feuchten roten Strich hinterlässt. Schnittwunden sind nicht erkennbar. Anfangs fragt man sich, warum dem Ehebruch unter den Polizisten fast mehr Aufmerksamkeit zuteil wird als der Mordserie, doch beim gar nicht mal so blöden Dreh am Ende ergibt dann alles einen Sinn. Der Streifen profitiert zudem von Christopher Lee und Rod Taylor.