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Ehe es ab aufs College geht, wollen Cassie und ihre Kumpels nochmal so richtig einen draufmachen. Dummerweise verursacht Cassie nach einer Party betrunken einen Autounfall, bei dem ihr Freund Sean stirbt und sie selbst ins Koma fällt. Als sie aus diesem wieder erwacht, hat die junge Frau seltsame Visionen und Tagträume. Auf dem College vertraut sie sich dem Priester Jude an, der angeblich schon vor 20 Jahren verstorben sein soll. Ein paar unheimliche, maskierte Typen, die ihr schon auf der besagten Party begegnet sind, verfolgen sie und trachten ihr allem Anschein nach nach dem Leben. Auch Sean erscheint ihr von Zeit zu Zeit und sie hat immer wieder Flashbacks, in denen sie sich selbst im Krankenhaus sieht. Na, dämmer's...? Sorry für die konfuse Inhaltsangabe, aber der Film ist nunmal genauso sinn- und konzeptionslos wie mein Geschreibsel. Bei "Soul Survivors" hat Stephen Carpenter nach den 80er Jahre-Horrorfilmchen "Todestrauma", "The Power - Die Macht des Bösen" und "Anthony" zum ersten (und letzten) Mal ohne seinen damaligen Co-Regisseur Jeffrey Obrow inszeniert und dabei quasi die Teenie-Bastard-Version von "Tanz der verlorenen Seelen" und "Jacob's Ladder - In der Gewalt des Jenseits" auf die Beine gestellt, nach deren Ansicht man ahnt, welcher der beiden Filmemacher bei den genannten alten Streifen wohl federführend gewesen sein muss... und bei der man sich mal echt lieber seinen Namensvetter John auf dem Regiestuhl gewünscht hätte! Nicht nur der Blick aufs Cover verrät einem, dass die Geschichte - die sich auch für Ungeübte schnell als Variation der alten Surprise-you're-dead!-Nummer identifizieren lässt - im Zuge der Teenager-in-Angst-Welle der späten 90er Jahre nun ziemlich elendig weichgespült wurde, denn das Ganze kommt nun mehr als durch und durch banaler Psycho-Trip für Minderjährige daher (die hiesige FSK-Freigabe ab 18 Jahren ist ein Witz!), dem da in Hinsicht auf die anvisierte Zielgruppe doch glatt ein lupenreines Happy-End angetackert wurde, was die Angelegenheit gänzlich ad absurdum führt! Stephen Carpenter kriegt da zudem sein eigenes, wirres Drehbuch nicht gehändelt und flüchtet sich darum in eine auf hip getrimmte Inszenierung in immerzu angesagter Video-Clip-Manier, die keinerlei gruselige Stimmung mehr aufkommen lässt und bei der auch sämtliche angedachten Spannungs-Momente merkwürdig flach fallen. Der Gipfel des Beschisses ist dann aber die Dusch-Szene mit Melissa Sagemiller und Eliza Dushku, bei der die Darstellerinnen doch tatsächlich komplett bekleidet unter der Brause stehen... sowas hätte es in den 80ern nicht gegeben, ey! So markiert "Soul Survivors" als harmloses Horrorfilmchen für Doofe selbst innerhalb der Flut von eher miesen "Scream"-Nachziehern noch einen echten Tiefpunkt und ist heutzutage allenfalls aufgrund seiner namhaften Besetzung nicht gänzlich in Vergessenheit geraten, wobei man sich von den Auftritten von Casey Affleck, Wes Bentley und Luke Wilson allerdings mal besser gar nichts erwarten sollte, denn die machen den Mist auch nicht sehenswert...

2/10

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