Review

"Take" ist kein leichter Film, aber das soll er auch gar nicht sein, weil es um kein leichtes Thema geht. Es geht um Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit, Wut, Rache und Vergebung.

Es geht um ein Verbrechen und das Leben davor und danach und es geht um die Todesstrafe. Und hier umschifft der Film ganz wunderbar die Klippen von Pathos und Kitsch, indem er nicht predigt, sondern einfach nur erzählt.

"Take" ist ein sehr stiller Film, der sich Zeit nimmt, der ohne viele Worte auskommt und sich sehr auf das schauspielerische Können seiner Hauptdarsteller (Minnie Driver, Jeremy Renner) verlässt. Und damit fährt er gut, denn die beiden spielen ihre Charaktere sehr glaubwürdig und bewegend, so dass es fast weh tut, ihnen dabei zuzuschauen. Vor allem, wenn sich die Kamera in den Nahaufnahmen an ihren Gesichtern festsaugt.

Allerdings hätte ich Jeremy Renner für die tollen Dialoge im Gefängnis einen stärkeren und vor allem glaubwürdigeren Partner gewünscht als Adam Rodriguez...

Wunderbarer Film, der mir ein weiteres Mal gezeigt hat, dass ich den Renner am liebsten in der Rolle des gebrochenen Anti-Helden sehe. Denn die leisen Töne, die beherrscht er ausgesprochen gut.

Wer auf Dramas steht ist hier genau richtig.

Volle Punktzahl 10/10

Nico74

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