Inhalt:
China, in einer frühen Epoche. Es herrscht Unruhe in einer Stadt..., die männlichen Mitglieder des Yan-Clans werden von einer für einen Geist gehaltenen Frau Mann für Mann liquidiert. Man nennt sie... "Jade Raksha"!
In Wirklichkeit ist sie die schöne wie gefährliche Leng Qiu Han (Cheng Pei Pei). Ein Mann des Yan-Clans tötete einst ihre ganze Familie..., da es sich bei den Yans um 20 Brüder handelt, sie aber nicht weiß, wer genau für den Tod ihrer Familie verantwortlich zeichnete..., will sie alle 20 Männer töten...!
Der Schwertkämpfer Xu Ying Hao (Tang Ching) kreuzt den Weg der Amazone..., er selbst wollte sich einst am Mörder seines Vaters rächen..., doch tötete er den falschen Mann. So will er dem Töten abschwören..., und versucht auch Leng Qiu Han diesbezüglich zu beeinflussen.
Ziel Leng´s ist aber nunmehr Yan Tiang Long (Yang Chih Ching), der einflussreichste und gefährlichste Mann des Yan-Clans. Dieser will gar, dass Xu Ying Hao zum Chief-Inspector seines Clans wird..., und seinen Sohn Yan Long Er (Fan Mei Sheng) in KungFu ausbildet.
Doch Xu Ying Hao verlässt den Yan-Clan wieder, und rettet eine junge Frau, Yin Feng (Wong Ching-Wan), die man für "Jade Raksha" hielt, und deren blinden Vater (Ku Feng). Xu verliebt sich in die junge Dame..., doch birgt deren Vater ein furchtbares Geheimnis hinsichtlich seiner Identität.
Als sich die Angelegenheiten klären..., und sich die Wahrheit herausstellt..., steht fest: Yan Tiang Long ist derjenige, den es zu stellen gilt..., sowohl für Xu Ying Hao als auch für Leng Qiu Han...!
Es kommt zum blutigen Show-Down..., zum Kampf auf Leben oder Tod.......
Fazit:
Im Jahre 1968 drehte Regisseur Ho Meng Hwa einen weiteren Eastern-Klassiker für die Shaw Brothers-Studios..., der den Ruhm und den Ruf der WuXia-Queen Cheng Pei Pei als DIE Swordplay-Akteurin der 60er, weiter festigte.
In der typischen Atmosphäre der Shaw-Sets, im Studio mit seinen künstlichen Kulissen, oder outdoor in der Movie-Town der Shaw Brothers sowie pittoresken Landschaften unter strahlend blauem Himmel, erzählt Ho eine insgesamt sauber und spannend, mitunter hinkonstruiert inszenierte Story..., garniert mit etlichen Fights ala Swordplay-Action.
Das konnte insgesamt gefallen..., der Streifen geht ein gutes Tempo, die Inszenierung sowie die Atmosphäre sind dicht..., und der Eastern-Fan -auch der frühen Filme des Genres- ist in seinem Element.
Das Manko dieses Eastern ist die teils etwas hinkonstruierte Geschichte..., bei der Ho Meng Hwa Gefahr lief, sich leicht zu verheddern. Die Idee hier 2 Rache-Schicksale, eines einer Frau, eines eines Mannes..., zu einem zu verweben... ist zwar ambitioniert und an sich klasse, führte aber denn doch dazu, dass manches hinkonstruiert wirkte.
Dennoch...., "The Jade Raksha" gehört zu den besseren Eastern jener Epoche..., durch überzeugende Darstellungen, einer insgesamt dennoch gelungen erzählten Story, und gehaltvoller, für das Baujahr kernig-dynamischer Action.
Der Streifen führt Cheng Pei Pei und Tang Ching zusammen..., eine Frau die auf Rache sinnt, dabei aber wahllos tötet..., auch Unschuldige.
Und ein Mann, der ebenfalls auf Rache aus war..., den Falschen tötete..., und dann den Sinn seiner Handlungen hinterfragte. Dies versucht er auch bei der Frau, deren Weg er kreuzt.
Doch durch sie..., erfährt er schließlich, wer der wahre Feind ist, wer wirklich konkret verantwortlich dafür war, das sein Vater sterben musste.
Und so bündeln denn Tang Ching und Cheng Pei Pei hier ihre Kräfte doch noch. Das ist so der Kniff in der Storyline..., die nicht ganz ohne Konstrukt auskommt. Aber die Idee macht diesen Swordplay-Eastern denn besonders, und "The Jade Raksha" zu einem fast speziellen WuXia-Actioner.
Cheng Pei Pei, die WuXia-Queen..., spielt einmal mehr die sich rächende Amazone. Groß, schlank, hell gewandet..., und ihre Stärke ist einmal mehr ihr tänzerisch-eleganter Kampfstil..., der ihre Filme prägte. So ist dies auch hier..., und die Fans von CPP kommen auf ihre Kosten.
Tang Ching agiert in einer besonderen Rolle..., nicht immer an der Seite der Anti-Heldin. Denn er hat sein eigenes Schicksal..., seinen eigenen Rache-Hintergrund, diesen hinterfragend..., und nicht ahnend, welches für ihn furchtbare Geheimnis der Vater des Mädchens in dass er sich verliebt, birgt.
Seine Rolle ist somit speziell..., und seine Performance auch, Tang Ching verkörpert dies denn auch durchaus gekonnt.
Yang Chih Ching..., mal wieder der Villain..., mit einmal mehr stoischer fast arglos wirkender Aura..., ist er aber ein eiskalter, skrupelloser Typ, und YCC ist dafür wieder erste Wahl.
Ku Feng spielt den blinden Vater mit all seiner mimischen Routine als DER Vielfilmer der Shaw Brothers.
Wong Ching-Wan ist das niedliche Mädchen, dass zurückhaltend und harmlos-nett Tang Ching den Kopf verdreht, sie spielt das entsprechend.
Die Swordplay-Action lebt vom Können Cheng Pei Pei´s, ihrem tänzerisch-eleganten Kampfstil. Für 1968 sind die Fights aber echt stark..., rasante, dynamische Schwert-Action, auch mal Hand-to-Hand, und es wird natürlich ala Shaw Brothers auch mal recht blutig, da wird knackig gestochen und gestorben.
Das Finale ist die gewohnte Action-Total-Ansage..., auf ins blutige Getümmel...!
"The Jade Raksha"..., ein insgesamt überzeugender WuXia-Eastern-Beitrag der Shaw Brothers..., was für Fans des Studios, des Genres, und insbesondere die Fans von Cheng Pei Pei.
Überaus passable 7,5/10 Punkte springen da in meiner Bewertung raus...!