In diesem Film stellt sich Samuel (Hugh Grant) die Frage: Sind Kinder Segen oder Fluch? Und dies obwohl das Kind noch nicht einmal auf der Welt ist.
Um dieses Thema dreht sich "Nine Months". Es geht um einen jungen Mann, namens Sam, der einfach nicht war haben will, dass sein schönes geregeltes Leben so langsam den Bach runtergeht. Zu Anfang pflegt er noch die Einstellung, dass Kinder eine Plage seien. Aber natürlich ändert sich seine Meinung erwartungsgemäß zum Ende des Filmes.
Aber nicht nur die Frage: "Sind Kinder der Albtraum eines jeden Mannes?" wird behandelt, sondern zuvor muss erstmal geklärt werden, ob man das Kind überhaupt bekommen oder vielleicht doch lieber abtreiben will. Auch hier entscheidet man sich im Film für das Richtige, was natürlich widerum vorhersehbar war.
Was dieses Filmchen uns ungefähr sagen will, ist, dass Männer sowie Frauen keine Angst vor dem Kinderkriegen haben sollten. Diese kleinen Geschöpfe sind das Wunder des Lebens - Diese Mitteilung sollte wohl jeder nach dem Angucken dieses Filmes verstanden haben.
Und das war es eigentlich auch schon, was und "Nine Months" alles so bieten kann. Lustige Gags gibt es nämlich kaum zu bewundern. Wenn etwas mal lustig sein soll, kann ich darüber nur selten lachen, denn einige Szenen, wie die kleine Bullerei im Kreißsaal wirken eher albern und lächerlich.
Dann gibt es noch ein paar Unglaubwürdigkeiten. Da konnte ich mir nur die Hände vors Gesicht halten und den Kopf schütteln. Da war nämlich die Szene, als Rebecca das Fruchtwasser geplatzt ist und alle zusammen ins Krankenhaus fahren - oder soll ich lieber sagen heizen? Da fliegt und jagt das Auto über die Straßen, auch in kleine Unfälle wird man verwickelt. Aber an Bord befindet sich doch eine hochschwangere Frau, die bald ihr Kind bekommt! Ich dacht, ich guck nicht richtig! Ging es hier nicht auch um Verantwortung? Und dann rast Samuel wie eine gesenkte Sau über den Asphalt. Ich hoffe, dass sich dieses Verhalten niemand als Beispiel nimmt.
Zu den Schauspielern: Sie zeigen uns hier eine durchaus gute Leistung. Julianne Moore ist mir hier noch wesentlich sympathischer als beispielsweise in "Hannibal", wo sie eigentlich wie eine lebendige Leiche durchs Bild watschelt. Hier macht sie einen viel besseren und frischeren Eindruck.
Hugh Grant erhoffte sich mit diesem Streifen den entgültigen Durchbruch im Filmbusiness, was ihm nicht ganz gelang. Später folgten von ihm aber ähnliche Familien- und vor allem Liebeskomödien. Hugh Grant werden wir wohl nie in einem Actionfilm zu Gesicht bekommen. Der Junge ist dafür irgendwie schon zu "weich" geworden.
Fazit: Ein Film, der wahrscheinlich für Paare, die Kinderwünsche haben, am besten geeignet ist. Alle anderen werden durchschnittlich unterhalten.