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Eine gute Geschichte ist für viele Cineasten das "Ah" und "Oh" eines jeden Films. Filme die keine gute Story haben sind, in den Augen einiger Filmgucker, deshalb gleich Müll, auch wenn die Streifen, in anderen Details, eigentlich sehr gut sein mögen. Das es aber auch Filme gibt, die trotz einer sehr gute Story recht lahm bleiben, dass beweist u.a. "Knockaround Guys".

Die Geschichte selbst ist zwar nicht unbedingt sonderlich innovativ, könnte aber doch Unterhaltung bieten. Der Spross eines Mafia-Bosses, der seinem Vater beweisen will, dass er doch das Zeug zum Gangster hat und deshalb eine Geldübergabe durchführen will, die natürlich komplett schief geht, dass hat schon irgendwie etwas. Könnte schon interessant werden, wie er das Geld wiederbeschaffen will. "Könnte" wohlbemerkt!

Denn leider ist dem nicht so. Die Inszenierung bzw. die Handlung selbst zieht sich nämlich leider so, wie ein abgelutschter Kaugummi. Nach einem recht überzeugenden Start, verliert der Film immer mehr an Tempo. In einigen Szenen dümpelt er gerade nur so vor sich hin. Größtenteils aus Dialogen bestehend, kommt das Ganze einfach nicht recht vom Fleck. Zudem sind die Sprechblasen allesamt wenig überzeugend. Zwar nicht unbedingt blöd, aber eben auch nicht sonderlich wichtig oder interessant oder gar weiterführend. Man hat stark zu tun, dass man nicht einschläft.

Und wenn dann zwischendurch mal was passiert, dann ist die Action bzw. die interessante Szene höchstens ein paar Sekunden lang, bevor es wieder im üblichen, langweiligen Trot weitergeht.

Für die Müdigkeit vor der Glotze ist aber nicht nur die Handlung schuld, auch die Darsteller müssten dafür an den Pranger gestellt werden. Dennis Hopper ist zwar immer wieder gern gesehen, doch leider ist er hier viel zu unterfordert und taucht eh kaum auf. Vin Diesel kann nach "XXX" auch hier keine Sympathien gewinnen und Seth Green enttäuscht auf ganzer Linie. Nur John Malkovich kann einiges retten. Die Rolle des Oberbösewichts im ganzen Spiel bringt er, wie immer, sehr überzeugend rüber und gefällt dabei eigentlich auf ganzer Linie.

Ach ja: Auch so etwas wie Musik ist, leider durchgehend, so gut wie nicht vorhanden. Wo ein guter Score oder eine nette Musikauswahl einiges hätte retten können, dort fehlt sie hier leider gänzlich. War den Produzenten plötzlich das Geld ausgegangen?

Fazit: Ein Film, bei dem man zum Schluss denkt: "Hier hätte wesentlich mehr draus werden können"! Während die Story eigentlich recht überzeugend ist, krankt der Film vor allem an einer lahmen Handlung, traurigen Schauspieler-Leistungen und an kaum vorhandener Filmmusik. Dafür gibt es aber einen brillanten John Malkovich zu sehen, wenn auch nur sehr selten!

Schade, schade, schade!

Wertung: 4,5/10 Punkte

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