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Thriller. Nach einem brutalen Raubmord an einem Geldboten flüchten die Täter vor der Polizei und nehmen in einem Parkhaus Geiseln, wovon eine zur Abschreckung an Ort und Stelle ermordet wird. Sie bedrohen einen Autofahrer und zwingen ihn, ihnen bei der Flucht zu  helfen. Das er ein krankes Kind transportiert, ist ihnen egal. Verfolgt von der Polizei beginnt ein Nervenkrieg zwischen den Insassen des Autos, welcher in einem Kampf um Leben und Tod mündet.

Der rasante Anfang lässt zuerst auf einen Action-Thriller made in Italy (Gewalt, Sex und etwas Perversion inbegriffen) schliessen. In harten Bildern wird der Zuschauer Zeuge eines brutalen Raubüberfalls mit Geiselnahme, die mit einigen (für die damalige Zeit) harten Effekten aufwarten kann. Doch danach entwickelt sich die Story hin zu einem klaustophobischen Katz- und Maus-Spiel. Sehr ungewöhnlich ist die Tatsache, dass der Film zu 80 Prozent in einem Auto spielt, was das Dargebotene, auch dank der hervorragenden Dialoge, noch intensiver wirken lässt. Mario Bava, sonst eher im Gialli und Horrorbereich tätig, stellt hier unter den Beweis, dass er auch ohne Elemente des Phantastischen bzw. ohne grosse Licht- und Farbspielereien, hervorragende Arbeit leisten kann. Persönlich würde ich „Wild Dogs“ zu den besten Werken Bavas zählen. Hier passt einfach alles! Die Darsteller leisten durchweg hervorragende Arbeit. Bei manchen ist es sogar die beste(!) Performance ihrer Karriere. Sehr gelungen ist auch der Soundtrack, der die Geschehnisse passend untermalt und mit dafür sorgt, die Spannung auf oberstem Level zu halten. Die Schlusspointe ist Marke extra-grimmig. In einer der Hauptrollen ist Italo-Star Luigi Montefiori (alias George Eastman) als psychopathischer Gangster zu sehen. Unbedingt ansehen!

Score: 9
Härte: 5

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