Review

Auf mich wirkt der immerzu hochgelobte "Wild Dogs" von Altmeister Mario Bava in erster Linie wie eine unausgereifte Italofrühvariante von "Reservoir Dogs" oder "Natural Born Killers". Mag die Machart des Films für ein solches Budget durchaus solide erscheinen, hapert es bei Inhalt und Spannung an allen Ecken und Kanten.

Die praktisch kaum vorhandene Handlung, in die im Grunde nur fünf Personen eingebunden sind (drei von ursprünglich vier skrupellosen Gangstern flüchten nach einem Überfall mit zwei Geiseln und einem kleinen Jungen im Gepäck), wird von stumpfsinnigen, immer wiederkehrenden Dialogen "optimal" ergänzt. Hinzu kommt, wie ich finde, äußerst begrenzte italienische Schauspielkunst und wenig ausgeprägt wirkende Charaktere. Keine sehr gelungene Mischung...

Aufgrund seiner Dialoglastigkeit und der damit zusammenhängenden mangelnden Action, sowie dem zwar vorhandenen Blut, aber ohne dementsprechende Effekte, verfehlt "Wild Dogs" ganz klar seine Zielgruppe. Das angeblich so tolle Finale entpuppt sich aus meiner Sicht als krampfhafter Versuch Orginalität zu heucheln, dessen Glaubwürdigkeit angezweifelt werden darf. Ein ebenso schweinisches wie schundiges Road-Movie aus dem Heimatland der Spaghetti...

Nichtsdestotrotz: Gute Handarbeit!

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