Scarecrows ist ein ziemlich überbewerteter Film, der mich in jeder Hinsicht enttäuscht hat.
Wer einen Vogelscheuchen-Horror mit hohem Unterhaltungsfakor sucht, ist bei Jeff Burr's "Night of the Scarecrow" besser aufgehoben, denn hier bekommt man nur einen sehr billigen, kruden und schlecht gespielten Wirrwarr, der Inhaltlich und technisch nur durch die Szenen mit dem Flugzeug von einem Amateurfilm zu unterscheiden ist.
Der Film ist nicht vollkommen miserabel, denn einige Effektsequenzen sind durchaus einfallsreich geworden und gut umgesetzt, werden aber durch die miese Bildqualität aller bisherigen Veröffentlichungen (Dragon's Fassung glänzt zwar durch ein Christian-Kessler-Interview im Booklet, hat aber trotzdem nur einen rauschigen Milchfilm zu bieten) nicht eben gefördert. Negativ sind der wirre, fast hilflose Anfang und die fehlende Charakterzeichnung, das alles wirkt wie ein Paar zu groß geratene Kids, die in Mamis Gartenhaus herumtollen. Es wird unendlich viel geschossen, wobei es den Machern misslungen ist, glaubhaften Sound oder entsprechende Effekte zu bewerkstelligen.
Die Gruselszenen hätten eigentlich was werden können, denn die Masken sind teilweise sehr gelungen, werden aber durch die einfallslose Inszenierung ziemlich zunichte gemacht.
Erwähnenswert bleiben zuletzt nur eine Maske eines besonders ekligen Zombi/Strohmenschen und die Splattereffekte, die zwar erst nach einigen Minuten, dann aber regelmäßig (und teilweise herrlich unnötig) kommen.
Fazit: Die langweilige Variante eines Splatterfilms