Review

Der Film "Scarecrows" konnte mich nicht wirklich überzeugen.
Er musste wohl mit einem mageren Budget auskommen, und ich will auch nicht sagen, dass er völlig billig gemacht aussieht, aber eben doch manchmal "unfreiwillig komisch", wie man so sagt. Zum Beispiel sieht man von den titelgebenden tödlichen Vogelscheuchen oft nur die immer wieder gleichen Aufnahmen, wie ihre Sackgesichter ruhig in der Nachtluft vor sich hin wehen. In den Actionszenen haben sie dann plötzlich eher hölzern aussehende Masken auf.
Die Protagonisten des Films, Räuber, die auf ihrer Flucht im Feld der Vogelscheuchen-Farm landen, sind auch etwas überzeichnet charakterisiert. Die Verbrecher tragen dicke Patronengurte und lassen ständig über Funk wilde Verwünschungen los, die teilweise wirklich lustig sind, aber irgendwann nutzt sich das ab.
Die weibliche Geisel, die von ihrem verletzten Vater getrennt wurde, verbringt erstaunlich viel Filmzeit mit dem Schminkspiegel, den man ihr gereicht hat, als ob sie soetwas noch nie gesehen habe, und mitten in der Nacht die Kosmetik von größter Wichtigkeit wäre. Nun, vielleicht will sie auch nur ihre Unsicherheit überspielen.
Die Effekte sind nicht unbedingt schlecht, z.B. das Füllen mit Geldscheinen. Dies wäre aber alles sinnvoller, wenn man irgendetwas über die Motive der Zombie-Vogelscheuchen wüsste. Zwar bekommt der Zuschauer immer wieder ein gewisses Foto auffällig-unauffällig vor die Nase gehalten, aber viel erfährt man daraus auch nicht, außer, warum sich auch Vogelscheuchen gern die Hand geben lassen.
Also, sollte dieser Film jemals nachts ungekürzt im Free-TV laufen, sollte man ihn sich mal ansehen, ansonsten kann ich nicht empfehlen, dafür viel Geld auszugeben.

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