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Der tollpatschige aber sympathische Engländer Mr. Bean gewinnt einen Urlaub in Südfrankreich. Dabei bereiten ihm nicht nur er selbst, sondern auch seine mangelnden Sprachenkenntnisse sowie exotische und kulinarische Genüsse Schwierigkeiten. Das Unglück nimmt seinen Lauf und gipfelt schließlich in den Filmfestspielen von Cannes, wo seine Urlaubsvideos durch eine Verkettung von Missverständnissen gezeigt werden.

Mit Mr. Bean ging es mir ähnlich wie seinerzeit mit Otto Waalkes. Zu ihren Glanzzeiten waren sie frisch und innovativ, in den späteren Kinofilmen aber eher langweilig, da sehr oft die funktionierenden Gags hier recycelt wurden, aber neue Einfälle rar gesät waren. Selbiges muß auch der skurile aber liebgewonnene kleine Engländer machen. Über 10 Jahre nach dem bisher einzigen Kinofilms entschloß man sich einen zweiten Film in die Kinos zu schicken, was man aber auch gerne hätte bleiben lassen können.
Zum einen kennt man einige Szenen bereit fast 1:1 aus der Serie, aber auch wirklicher Lacher waren bei den neuen Jokes kaum bis gar nicht vorhanden. Sicher muß man schmunzeln, wenn er per Fahrrad den Hühnerbauer jagt oder als Wehrmachtssoldat einen Joghurtspot ins Chaos schickt, aber es sind auch einige Sachen dabei die deplatzliert wirken. Die Straßenmusikernummer und das er ewig diesen Bengel mitschleppt und dafür als Kidnapper gesucht wird, ziehen zum grinsen willige Mundwinkel ratz fatz wieder nach unten.
Manchmal hab ich wirklich beim Fettnäpfenringelreihen auf die Uhr geschaut, was nicht mal beim ersten Bean Film der Fall war. Zu episodenhaft, zu unoriginell und mittlerweile zu altbacken ist Bean 2007. Wenigstens spielt der Mini Cooper wieder mit, aber Teddy mußte wohl wieder zu Hause bleiben. Das Konzept jedenfalls scheint abgenutzt, die alten Folgen schau ich in meiner DVD Box immerwieder gerne mal an, auch Rowan Atkinson als Blackadder macht immer wieder Laune, aber einen neuen Bean Film brauchts eigentlich nicht mehr.
4/10

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