Handlung?
Jupp, da war doch irgendwas!
Ich glaube verstanden zu haben, worum sich dieses Werk drehen mag.
Ein erfolgloser Österreichischer Maler, der kurz gewachsen ist und nen albernen Oberlippenbart trägt zuppelt wohl nach Deutschland. Da erzählt er ne Menge Müll, bis alle „guten“ Deutschen mit Fähnchen winken und begeistert sind. Schnell noch dem Luis Trenker die Bergsteigerschnalle gemoppst und auf zum sechsten Reichsparteitag nach Nürnberg. Was hier dann mit der Kamera von Leni Riefenstahl eingefangen wird, ist ein Tiefschlag aller erster Kajüte. Alternativ könnte der Film auch „Kommt ein Führer geflogen….“ heißen! Egal, das scheppert von den Titeleinblendungen an gewaltig. Schon die „fette Party“ bei der HJ suggeriert, dass wenn der kleine Ösi am Start ist, das Volk vor Glück und Schönheit nur so strotzt. Da kriegt der Kleine mal ne Blume geschenkt und gegen die Massen, die er für den „Frieden“ mobilisiert sind selbst Bildgewalten der Herr der Ringe-Schlachten ein feuchter Furz. Wie die Bewegung der Nationalsozialisten hier abgelichtet wurde ist von einer optischen Güte, bei der man nicht weiß ob jetzt das Staunen darüber größer ist als der Brechreiz, den man beim Gedanken an das dritte Reich hegt. Filmisch überaus bemerkenswert, doch innerhalb seiner Funktion und derer Auswirkungen indiskutabel. Allein die Einordnung als Dokumentation, sei als fragwürdig zu betrachten, da bewusst einige Dinge rund um den Parteitag ausgespart werden. Faszinierend und abartig zugleich!