Mr. Brooks …….hinterlässt nach dem Ansehen einen mehr als zwiespältigen Eindruck. Kevin Costner hier in der Rolle eines reichen und biederen Geschäftsmannes, der – ständig aufgehetzt von seinem Alter Ego (William Hurt) - des Nachts durch die Straßen zieht und willkürlich Leute umbringt. Bei einer dieser Tourneen wird er jedoch von dem Spanner und Hobby-Photographen Mr. Smith (Dane Cook) beobachtet und im Anschluss erpresst.Smith will jedoch kein Geld, sondern Brooks künftig auf seinen mörderischen Streifzügen begleiten…„Mr. Brooks“ plätschert sage und schreibe zwei Stunden lang dahin wie ein Springbrunnen in einem drittklassigen Hotel. Nicht mal ansatzweise kommt Spannung auf. Obwohl Costner die Rolle des Psychopathen überzeugend ausfüllt, marodiert der Streifen an völlig überflüssigen und störenden Nebenhandlungen, die mit der eigentlichen Story nichts zu tun haben. Die von Demi Moore in üblicher Manier verkörperte Ermittlerin mit Hang zum übertriebenen "Männlichkeitswahn" kümmert sich in erster Linie um ihren privaten Scheidungskram, anstatt sich auf ihre Arbeit zu konzentrieren. Zudem nervt dieser über alle Maßen ausgelebte Feminismus der an Unglaubwürdigkeit kaum noch zu steigern ist (lächerlich die Kampfszene im Van, mit einem ihr an körperlichen Kräften bei weitem überlegenen Schwerverbrecher. Dabei behält sie natürlich die Oberhand, wird aus dem Gefährt geschleudert, landet krachend in der Windschutzscheibe eines anderen Fahrzeugs und trägt gerade mal eine Schramme am Kopf davon). Was für ein unrealistischer Quatsch! Ebenso die völlig überzogene Schiesserei gegen Ende des Films. Und als wären die Nerven des Zuschauers nicht schon genügend strapaziert, läuft auch noch ständig William Hurt als Beweis von Brook´s multiplem Charakter ins Bild und vollendet damit den grotesken Gesamteindruck. In die Mülltonne mit dem Streifen, das wäre artgerechte Haltung.