Auf Anraten ihres Lovers und Managers zieht sich das Model Anne zur Entspannung in eine abgelegene Hütte in den finnischen Bergen zurück. Dabei ahnt sie jedoch nicht, daß ganz in der Nähe eine alte Frau mit ihren beiden Söhnen haust, die sie jedoch schon bald auf schreckliche Weise kennenlernt...
Ich frag mich wie man in Finnland auf die Idee kam, acht Jahre nach dem Original Muttertag, eine Fortsetzung zu drehen und daraus sogar ein Franchise zu machen. Auf alle Fälle fand es Regisseur Olli Soinio für dringend notwenidig und schuf das Werk mit dem furchteinflößenden Titel "Kuutamosonaatti", naja vielleicht wars auch die Idee des deutschen Vertreibers ein paar Mark mehr zu verdienen und einen naja etwas fetzigeren Titel zu wählen. Leider folgte mit Army of Zombies noch ein dritter Teil ebenfalls aus Finnland der die ganze Geschichte dann endgültig zur Farce machte. Hier jedoch hält man sich weitestgehend am Original, alte dominante Frau wohnt mit zwei debilen Söhnen in der skandinavischen Pampa und quälen ein Model mitsamt Brüderchen. Leider gelingt es den Finnen nicht die Mischung aus irrem Charme und harten Szenen auch nur annähernd zu erreichen. Das Muttchen bleibt hier völlig blass, während Granny aus dem Vorgänger noch ein echtes Highlight war. Schauspielerisch haben auch hier die Bösbuben die Nase vorn, bzw. die dankbareren Rollen ergattert. während die Opferfraktion eher untergeht. Besonders auffällig beim kleinen Bruder, der den ganzen Film dafür einen herrlich dümmlichen Gesichtsausdruck spazierenträgt. Die Dialoge strotzen auch nicht gerade vor Einfallsreichtum und vor Spannung hat hier auch noch keiner das Nägelkauen angefangen. Zugute halten darf man aber die schönen Winterwälder, da kann man als Kameramann nicht viel falsch machen, dementsprechend gut ist die Optik, lernen kann man auch was, um einen Traktor zur Explosion zu bringen benötigt man lediglich etwas Draht und gewöhnlichen Hausstrom, hätte ich vorher gar nicht vermutet. Die Kills sind unblutig und der Bodycount mit 2,5 auch nicht gerade indexwürdig (das ,5 kommt daher das Omi wohl aus Langeweile ohne ersichtlichen Grund sich aus dem Film wenige Sekunden vor Abspann verabschiedete)
3/10