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"I love this motherfucker" - ein Ausspruch den PTA durchaus über Phillip Baker Hall losgeworden sein konnte. Mit "Sydney", wie er seinen Film nennt und genannt haben möchte, hat er sich seinen langgehegten Traum, einen Film mit Hall zu drehen, endlich erfüllen können. Er schrieb diesen Film für Ihn.

1 1/2 Jahre vorher führte er erste Probe-Aufnahmen bei einem Workshop in den Sundance Laboratories durch. Das Drehbuch dafür schrieb er angeblich in 2 Wochen.

Der Film begeistert trotz kleiner Längen durch seine Mischung aus Gangsterfilm, Charakterfilm und "Kammerspiel". Hall überzeugt sofort, ebenso Reilly und Palthrow.

Dieses Stückchen Zelluloid ist eine neue Erfahrung, denn der Film gehorcht selten altbackenenen Screenplay oder Film-Regeln. Am Anfang verfolgen wir 20 Minuten lang das Gespräch von den beiden Hauptcharakteren, lange Einstellungen, wenig Schnitte. Doch das Drehbuch und die Dialoge sind derart gut geschrieben, dass man sofort in die Geschichte hineingezogen wird. Mangelnde Handlungsmotive der Protagonisten mag man dem Drehbuch zwar vorwerfen, doch man könnte es auch als außergewöhnlich und unkonventionell bezeichnen.

Für visuelle Ästhetik-Freaks ein Muss, die Bildgestaltung ist göttlich und die langen Steady-Cam-Shots (Kamerafahrten) sind zum dahinschmelzen. PTA sagte dazu, dass er es liebt Menschen laufen zu sehen.

Die Musik haben Jon Brion (sagt das nicht alles ) und Michael Penn gemacht, ein weiterer Stein im Puzzle, in einem Puzzle dessen Teile mehr ergeben als nur das Ganze.

Angucken und PTA-Fan werden!!!!

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