EMMA oder Wenn Männer ihren Frauen einen Gefallen tun wollen!
Inhaltlich und optisch ansprechende Jane Austen-Verfilmung.
Das leichte Liebesdrama mit komödiantischen Tendenzen ist erfrischend kurzweilig geraten. Zudem ist es ein wunderschön anzusehendes Zeitkolorit. Die Figuren sind klar und sauber herausgearbeitet.
Die Besetzung ist mit Paltrow, Scacchi und McGregor prominent besetzt. Aber auch die Nebenrollen fügen sich nahtlos gut in das Gesamtgeschehen ein. Die Personen sind nicht sehr vielschichtig angelegt und haben nur einige Wesensmerkmale zur Charakterisierung. Der Unterhaltungswert ist dadurch nicht in Gefahr. Die Verfilmung selbst ist stark dialoglastig, was natürlich für diese Art von Film als prägnant und positiv zu sehen ist.
Anmerkung für die männlichen Leser des Reviews: Kein Thrill, keine Action, nur Beziehungsthemen, nur fürs Herz und KEINE – ich wiederhole – KEINE testosteron-fördernde Szenen, wirklich!
Beim Ansehen habe ich erst nach 60 Minuten zum ersten Mal auf die Uhr gesehen, dies für mich (als Mann gesehen) der grundsätzliche Beweis dafür, dass ich mit dem tendenziell an Frauen gerichteten Thema auch etwas anfangen konnte.
Weitere 60 Minuten später konnte ich sagen: ja, es war nett!
Unterm Strich betrachtet, gibt es sicherlich sperrigere Verfilmungen in diesem Genre.
Wegen der Kurzweil kann ich den Film sehr empfehlen.