Review

Diese Verfilmung der Perry-Rhodan-Groschenroman-Science-Fiction-Reihe, die 1967 in italienisch-spanisch-deutscher Koproduktion unter der Regie von Primo Zeglio entstand, dürfte für blankes Entsetzen bei allen Science-Fiction-Nerds, ungläubiges Kopfschütteln beim Mainstream-Publikum und so manches Schmunzeln bei Trashologen gesorgt haben, denn „Perry Rhodan – SOS im Weltall“ ist eine ziemliche Mogelpackung. Nur ein kurzer Abschnitt spielt im All, denn bald entpuppt sich dieses Filmchen als x-beliebiger Agentenfilm-Rip-Off minderster Qualität mit ein paar lachhaften Science-Fiction-Effekten, billigen Kulissen und gesichtslosen, austauschbaren Darstellern – einmal abgesehen von Essy Persson, die die außerirdische, aber vollkommen menschlich aussehende Thora tatsächlich ziemlich sexy verkörpert und damit häufiger Anlass für „humoristische“, zotige Dialoge ist. Überhaupt wird hier in erster Linie sehr viel Dünnpfiff gelabert, was einen Großteil des Unterhaltungswerts ausmacht – gepaart mit dem fürchterlich missglückten Versuch, die „Weltraumhelden“ als lässige Womanizer darzustellen. Fazit: Weltraumabenteuer auf der Erde, gänzlich ohne Kreaturen, aberwitzige Effekte oder sonst irgendetwas, was einen normalerweise dazu verleitet, sich solche Sci-Fi-Schinken anzusehen, von einer interessanten Geschichte einmal ganz zu schweigen. Dafür hat dieser dahingeschluderte Trash der unfreiwilligen Sorte die Lacher aber auf seiner Seite, ein entsprechendes Publikum vorausgesetzt.

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