Zusammen mit dem toten Körper seiner Frau reist Dr. Phibes nach Ägypten, wo er auf die Wiederbelebung der Toten mittels eines versteckten Flusses hofft, doch auch andere Personen begeben sich auf die Reise dorthin und lernen die grausame und kreative Mordkunst des Dr. Phibes kennen.
In "Das Schreckenscabinett des Dr. Phibes" rächte sich Dr. Phibes an der in seinen Augen für den Tod seiner Frau verantwortlichen Ärzteschaft und nun, drei Jahre später, geht es nach Ägypten, wo er die Tote zurück ins Leben holen möchte. Waren die Morde im ersten Teil noch genaustens durchgeplant (sowohl Opfer und Tötungsart waren vorher festgelegt), so trifft es in der Fortsetzung die Leute, die dem Doc bei seinem Vorhaben im Wege stehen.
Der Film beginnt mit einem kurzen Rückblick auf die Geschehnisse des Erstlings, der mit dem Schlaf des Dr. Phibes neben seiner Frau in der Gruft endete und nun erwacht er wieder, da eine bestimmte Sternenkonstellation in Ägypten in einer Berghöhle den Fluss des Lebens fließen lassen wird. Doch auch ein nur durch ein Lebenselexier am Leben gehaltener Mann namens Biederbeck, dessen Tropfen sich dem Ende neigen, will zu diesem Fluss und so gibt es in dessen Gefolgschaft viele Opfer des Dr. Phibes.
Neben der neuen Figur des Biederbeck gibt es auch alte Bekannte, wie Inspektor Trout und dessen Chef, die sich wieder an die Fersen des Unholds heften und mit ihrer tölpeligen Art für humorvolle Auflockerung sorgen und Vulnavia ist ebenfalls wieder mit von der Partie, obwohl sie ja bekanntlich im ersten Teil den Säuretod starb, doch bei dieser mysteriösen Figur ist halt alles möglich.
Das herrliche Schreckenscabinett des Dr. Phibes ist zwar komplett zerstört worden, wie wir zu Beginn des Films nochmal sehen, aber der Mann hat sich in der Berghöhle in Ägypten ein ähnliches Räumchen eingerichtet, welches zwar optisch nicht ganz mit dem des ersten Teils mithalten kann, aber immer noch sehr fein anzusehen ist. Die Elektromusizierpuppencombo ist auch wieder mit dabei und die Orgel, auf der Herr Phibes ab und an ein Liedchen anstimmt, darf ebenfalls nicht fehlen.
Tja, wie gesagt, die Mordopfer sind eher zufällig, aber die Mordart an sich ist erneut bestens ausgeklügelt und abwechslungsreich. So werden wieder Tier (Schlange, Adler, Skorpion) und Maschinen (Sandgebläse, Menschenpresse) eingesetzt und am Ende gibt es für den Widersacher von Dr. Phibes eine Entscheidung zu treffen, mit der er das Ende der Geschichte bestimmt, welches meiner Meinung nach sehr gelungen ist.
Bei den Darstellern gibt es neben bekannten Gesichtern in den bekannten Rollen, zum Beispiel Peter Jeffrey als Inspektor Trout auch bekannte Gesichter in neuen Rollen (der Rabbi aus dem ersten Teil ist diesmal ein trinkfreudiger Handlanger Biederbecks), neue Gesichter in bekannten Rollen, was bei Vulnavia der Fall ist, deren Rolle leider nicht mehr Viginia North, sondern Valli Kemp einnimmt, einen leider sehr kurz ausgefallenen Auftritt von Peter Cushing als Schiffskapitän und die bezaubernde Caroline Munro als Frau Phibes Leichnam. Zu Vincent Price muss man wohl nichts mehr schreiben, denn die Rolle des Dr. Phibes ist ihm auf den Leib bzw. ins Gesicht geschrieben und wie schon im ersten Teil verkörpert er diese Rolle perfekt. Schon mit kleinen Gesten und Mimiken sagt der Mann viel aus und erzielt die größtmögliche Wirkung.
Insgesamt ist "Die Rückkehr des Dr. Phibes" eine gelungene und unterhaltsame Fortsetzung, wobei die Genialität des ersten Teils zwar nicht erreicht wird, jedoch Spannung, Humor und Horrorstimmung vorhanden sind und für ein kurzweiliges Filmvergnügen sorgen.