Nach einem misslungenen Auftrag hat sich der ehemalige CIA-Killer James Dial aufs Land zurückgezogen. Dort genießt er seine Ruhe und wartet auf seine Reaktivierung. Er bekommt die Chance, seinen Fehler von damals wieder gut zu machen. Der Auftrag lautet, einen verhafteten Terroristen zu liquidieren, bevor dieser in London vor dem Untersuchungsrichter aussagen und mögliche Verbindungen zur früheren US-Regierung preisgeben kann. Dial erledigt die Aufgabe dieses Mal mit Bravour, allerdings wird er bei seiner Flucht angeschossen und muss sich verstecken. An seinen Fersen klebt schon das Ermittlerduo Andrew Windsor und Annette Ballard sowie CIA-Mann Jeremy Collins. Letzterer hat allerdings nur eines im Auge: den Tod seines eigenen Kollegen Dial.
Wesley Snipes scheint es ja in Osteuropa gut zu gefallen, zur Abwechslung wurde diesmal nicht in Rumänien gedreht, sondern Sofia muß diesmal als London Ersatz herhalten, aber was tut man nicht alles um seine Steuerschulden abzustottern. Eigentlich ist the Contractor auch ein recht gelungener Action Thriller geworden, allerdings hat der Scripter mit der nervigen Figur der 12-jährigen Emily einen Charakter geschaffen, für den er sich in Ecke stellen und schämen sollte. Für die Handlung ist das Gör eigentlich ebenso überflüssig wie unrealistisch, oder werfen sich die jungen Dinger mittlerweile erwiesenen Mördern an den Hals.
Snipes kann dabei wieder mal den wortkargen Hartmaxe spielen, die ja eigentlich seine Paraderolle geworden ist. Hier sniped sich Snipes als Auftragskiller im Dienst der CIA durch London, nur um zur Belohnung darauf von seinen Auftraggebern fallen gelassen wird und sich so dann mühsam wieder in die Staaten zu schleppen. Die Figuren sind dabei etwas arg aus dem Klischeetopf gegart, denn der Terrorist ist selbstverständlich ein Moslem und die CIA Agenten benehmen sich im Ausland wie eine Horde Elefanten im Porzellanladen.
Richtige Härten kommen auch icht auf, hier und da wird mal eine Autoverfolgung inszeniert und auch mal durch die Gegend geschossen, aber seine physischen Fähigkeiten muß der Wesley hier nicht auspacken, außer bei einem Fight unter Freunden in der U-Bahn, wo schonmal ein Genick zu Bruch geht. Da verwundert es beinahe das der Showdown etwas brutaler geworden, da der Film ansonsten eher ruhig und teilweise schon ein wenig anrührig daher kommt, denn für den schmalzige Epilog kann sich Filmcrew gleich schon wieder schämend in die Ecke setzen. Ansonsten ist der Contractor ein routinierter Direct to DVD Vertreter. Snipes hat zwar auch schonmal besser gespielt, aber seine sparsame Mimik paßt andererseits ja auch irgendwo zur Rolle.
6/10