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Einer Gruppe von Soldaten fällt zufällig eine Schatzkarte in die Hände, die den Weg zu Sadamn Husseins Gold beschreibt. Sie machen sich auf den Weg, um die Schätze zu bergen, doch unterwegs sehen sie die Schrecken des Golfkriegs und die Gier nach dem Gold wird schnell zum Wunsch, den Menschen zu helfen.
Die Story ist nicht schlecht, da sie einige unvorhersehbare Wendungen enthält. Der Film hat durchaus Tiefe und kann den Schrecken des Krieges gut veranschaulichen. Das einzige Problem ist, dass die lustige und bissige Satire gegen Ende mehr und mehr in einem Drama ausatet. Dazu kommen noch einige Action-Szenen, die an Kriegs-Actionfilme erinnern. Der Film hat also 3 gute Ansätze, schöpft aber leider keinen von ihnen komplett aus.
Die Umsetzung ist gut. Der Film läuft schnell an und ist vor allem anfangs sehr bissig und sarkastisch. Der Unterhaltungswert im Mittelteil ist ebenfalls hoch, aber wenn dann die Action-Szenen eintreten und die Satire einem Drama weicht, sinkt er. Zum Ende hin wird der Film dann leider relativ klischeehaft und übertrieben emotional. Mir hätte es besser gefallen, wenn man die bissige Satire von Anfang bis Ende durchgezogen hätte.
Ein weiterer positiver Aspekt des Films ist, dass der charakterliche Wandel der Hauptdarsteller sehr gut dargestellt wird. Mit viel Tiefe und Feingefühl gelingt der Umschwung zwischen Habgier und Mitleid. Kurz vor dem Abspann wird dann noch erzählt, was die Soldaten nach ihrer Entlassung aus dem Militär gemacht haben und auch die letzten Fragen werden geklärt.
Die Filmmusik ist ordentlich gelungen und kann sowohl die dramatischen, als auch die actionreichen Szenen gut unterlegen. Die Kulisse ist sehr gut gelungen. Sie wirkt grau, blass und trostlos, passt sich dem Kriegsfilm also gut an und liefert auf jeden Fall Bilder, die der Zuschauer nicht so schnell vergisst.
Nachdem der Soldat James Ryan ein Jahr zuvor mit Oscars und guten Kritiken überschüttet wurde, kommt dieser Anti-Kriegsfilm mit ein paar ganz neuen Aspekten und bringt einige neue Ansätze in das Kriegsfilm-Genre.
George Clooney spielt seine Rolle des harten und gierigen Soldaten sehr gut. Er löst die Aufgabe mit dem nötigen ernst sehr gut und zeigt, dass er sich seit seiner Greys-Anatomie-Rolle stark weiterentwickelt hat. Mark Wahlberg, der als Quereinsteiger nach Hollywood kam, zeigt sich in der Rolle des Soldaten und besorgeten Familienvaters sehr gut. Ice Cube, der des Öfteren sehr talentfrei wirkt, zeigt sich in einer seiner besten Rollen, kommt aber dennoch bei weitem nicht an Wahlberg und Clooney heran.
Zusammenfassend ist "Three Kings" ein ordentlicher Kriegsfilm, der mit guten Darstellern besetzt ist und mit einem äußert sarkastischen Blick den Golfkrieg behandelt, sich aber nicht zwischen den Genres entscheiden kann.

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