Nachdem ja schon ein übergroßer Skorpion in „Tail Sting“ und unzählige Schlangen ein Flugzeug in „Snakes On A Plane“ heimgesucht haben, war es nur eine Frage der Zeit bis eine weitere Spezies ein Flugzeug unsicher macht. Da man wohl ein weiteres Tierchen für zu öde hielt hat man sich dazu entschieden die Zombies auf die Passagiere loszulassen.
Wissenschaftler + fragwürdiges Experiment mit toten Menschen + Überführung des Alphazombies in einem Flugzeug + Unwetter = „Plane Dead aka Zombies On a Plane“.
Das ist handlungstechnisch auch schon alles. Wäre ja auch egal, solange die Mischung ebenso unterhaltsam ist wie der große Bruder mit den Schlangen, aber das ist leider nicht der Fall. Dabei wurde zusammengeklaut, dass man hier schon von einem Plagiat sprechen könnte. Teilweise fast identische Kameraeinstellungen, fast identische Personenzusammenstellungen. Sogar ein Cop plus Gefangener sind an Bord.
Ansonsten gibt es auch die gängigen Flugzeugkatastrophenfilm -Klischees. Es wird auf dem Klo gevögelt, die Piloten gehen drauf und der Kaffee geht aus – Ne das war ein anderer Film. Es werden jedenfalls keine neuen Ideen präsentiert, wenn man mal davon absieht, dass die Zombies im Flugzeug schnetzeln.
Der Einstieg des Films kann noch gelobt werden. Die Schauspieler sind ganz passabel, den ein oder anderen hat man sogar gesehen, und die Produktion ist auch nicht billig wie Sau. Sie sieht sogar ziemlich gut aus. Das Problem des Films ist die auf ernst getrimmte Handlung und Vorgehensweise des potentiellen Zombiefutters. Jeder rennt mit einer Kanone im Flugzeug rum oder hat andere Waffen am Start. Vor allem der Golfschläger ist der Hammer, wo schon keine Nagelpfeilen mehr mit ins Flugzeug genommen werden dürfen, aber den großen Knüppel mitschleppen. Geballert wird natürlich auch, als bestünde das Flugzeug aus einer Adamantiumhülle. Ohne zu zielen ballern die Möchtegernrambos auf alles was sich bewegt. Auch vor selbstgebastelten Brandbomben wird nicht zurückgeschreckt. Da muss man nicht mehr nach dem Sinn fragen. Spätestens bei solchen Szenen wird das Gehirn auf OFF gestellt und man genießt die unfreiwillige Komik.
Zu erwähnen wären noch die Goreffekte. Diese gibt es nämlich so gut wie gar nicht. Auch in der uncut Fassung geht es recht dürftig zu. Außer einigen Halsbissen (vielleicht sind es ja Vampire und keine Zombies) gibt es keine typische Zombieaktion. Von dieser Seite ist der Film echt mau und kommt keinesfalls an gute Zombiefilme heran.
Fazit: Dieser Film hätte ein guter Abräumer werden können. Die Filmemacher haben aber versucht todernst an die Sache ranzugehen und so fehlt das Augenzwinkern, welches „Snakes“ so lustig und gut machte. Bei „Plane Dead“ überwiegt unfreiwillige Komik gepaart mit öden Effekten. Allerdings ist der Trashfaktor ziemlich hoch. Kein Totalausfall aber auch nicht wirklich gelungen.