Kriminelle Wissenschaftler experimentieren mit verbotenen Viren, auf der Suche nach dem Schlüssel des Lebens. Sie wollen so den Tod überlisten und Menschen ins Leben zurückholen, um diese auch als biologische Waffen einsetzen zu können. Doch das geheime Experiment geht schief, als es an Bord eines Flugzeugs außer Landes geschafft werden soll. Das Virus überträgt sich und verwandelt Menschen in Zombies, so daß die Menschen an Bord auf engstem Raum um ihr Überleben kämpfen müssen, gegen Zombies, aber auch gegen die Regierung, die das Flugzeug zum Abschuß freigibt.
Plane Dead erfindet das Genre sicher nicht neu, bietet aber einige amüsante Facetten, die ich sonst noch nirgends so gesehen habe. Einige Szenen wirken, als wolle man eine Parodie auf Zombiefilme generell mit einstreuen. Wenn eine zahnlose Zombie Oma ohne Gebiß versucht jemand zu beißen, oder die Protagonisten in einem Flugzeug um sich ballern mit MG´s oder Bomben ohne jeglichen Druckabfall kann das doch nicht ernst gemeint sein. Mein Favorit ist aber der asiatische Passagier der seinen Gurt als normaler Mensch, aber auch als Zombie nicht mehr aufbekommt, mitsamt Sitz aus dem Flugzeug gerissen wird und mit blutgierigen Blick direkt in einen Jet reinsteuert, köstlich. Natürlich ist es auch noch der letzte Flug des Kapitäns vor seinem Ruhestand (= sicherer Todeskandifat), die Zombifizierung entsteht aufgrund eines vietnamesischen Moskitovirusses etc., das kann doch alles nicht ernst genommen werden.
Der ganze Film spielt kostengünstig ausschließlich an Bord (bzw. im Studio), lediglich ein kurzer Ausflug ins spärlich eingerichtete Pentagon und in einem Tower werde unternommen. Das Budget schien doch sehr übersichtlich gewesen sein. Auch die erste halbe bis Dreiviertelstunde zieht sich ein wenig dahin, aber sobald die Untoten losgelassen werden, gibts Beißaction pur. Die begrenzte Location des Flugzeuges wird komplett ausgenutzt, sogar inklusive durchkriechbare Luftschächte.
Action und Blut gibts jedenfalls genügend. Nicht nur das das Verhältnis Menschen und Zombies immer weiter zu Ungunsten der Menschen ausfällt, auch am Boden hat man herausgefunden, das etwas nicht stimmt und schickt prompt zwei Abfangjäger hinterher. Langweilig wirds in Filmhälfte zwei jedenfalls nie. Gemischt agieren dabei auch die Darsteller, wirklich glänzen kann keiner, David Chisum spielt zwar sympathisch ist aber ein sehr blasser Held. Richard Tyson hat bei mir seit der Serie Hardball eh einen Stein im Brett, der Rest hinterläßt aber auch keinen bleibenden Eindruck fallen aber auch nicht negativ auf.
Ich würde hier jedenfalls den Like-Button drücken. Nach dem etwas mühseligen Start wird mächtig aus Tempo gedrückt, die Action präsentiert sich handwerklich sauber, nimmt sich dabei aber erfreulicherweise nicht allzu wichtig. Ich mag die Kombination.
7/10