Eher Panzer als Jet
In Jet Lis einziger Regiearbeit spielt er einen Soldaten, der nach dem Krieg in China in seine ärmliche Heimatstadt zurückkehrt und gegen Besatzung, Ungerechtigkeit und fiese (amerikanische!) Typen kämpft... Eine Mischung aus "Once Upon a Time in China" und "Bloodsport" - nur leider halb so fulminant, wie sich das anhört!
"Final Fight" aka "Born to Defense" wirft Fragen auf, warum er nicht mehr begeistert als er es eigentlich tut. Jet Li könnte (für seine Art und sein beschränktes Ausdrucksvermögen) nicht engagierter und involvierter sein, einige Fights wie der Barfight im Regen sind exzellent und die feurigen Kriegsszenen zu Beginn haben es ebenfalls in sich. Dazu der erste auffällige Auftritt von Paulo "Paco" Tocha und eine spürbar aufwändige Optik. Aber leider vermag es Jet Li in Personalunion die generische Geschichte über den Kampf für die Freiheit nicht mitreißend genug aufzuziehen und rüber zu bringen. Einzelne Szenen rocken, der Barfight artet wie gesagt legendätr gut aus und genug eignet sich gar für Highlightreels. Das Gesamtkonstrukt hat mich allerdings komplett kalt gelassen.
Fazit: patriotisch, leer, aufwändig, nur teils spektakulär... Jet Lis one and only Regeiarbeit ist kein großer Wurf und nur sporadisch gut. Trotz einer echt krachenden Barfightszene und durchaus Aufwand in den Kostümen und Sets. Leider kein Wunder, dass er danach nie mehr auf dem Regiestuhl Platz genommen hat...