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Der Djinn wurde per Zufall von der Diebin Morgana wieder zum Leben erweckt. Um die Welt der Menschen wieder beherrschen zu können, muss der Djinn drei Wünsche von Morgana erfühlen. Doch so weit kommt es nicht, da der Djinn, der menschliche Gestalt angenommen hat, erst mal in den Knast gebracht wird. Dort kommt es wegen ihm zu viel Chaos und bis er dann frei ist, scheint Morgana ein gutes Vernichtungsmittel gefunden zu haben.

Klar das nach dem erfolgreichen Erstling nach gerade mal zwei Jahren eine Fortsetzung kommen würde, die aber dann doch, im Gegensatz zu dem was das Cover marktschreit, dann doch deutlich abgespeckt realisiert wurde. Angekündigt wurde sie ja bereits zum Ende des ersten Teils. Man muß auf einiges verzichten, wie beispielsweise die zahlreichen Gaststars oder die schiere Masse an Splattereffekten, aber dennoch fand ich ihn ähnlich unterhaltsam, wie den Vorgänger. Inhaltlich hat sich nicht allzu viel geändert. Bei einem Museumseinbruch wird erneut der Djinn auf die Menschheit losgelassen. Allerdings reichen ihn diesmal nicht nur die drei Wünsche der unfreiwilligen Befreierin, sondern auch 1001 Seelen müssen gesammelt werde, was Bös-Djinn durch gewohnt makabre Umsetzung der an ihn gerichteten Wünsche angeht.
1001 ist ne Menge Holz, denkt sich der Djinn und läßt sich dafür in den Knast stecken, wo bekanntermaßen viele den Wunsch nach Ausgang hegen, was allerdings schnell der erste bereut, der den schmerzhaften Weg durch die Gitter mit zerquetschten Körper bezahlt. Seine meist tödliche Eigenart der Wunscherfüllung hat der Fiesling nämlich beibehalten. Wenn sich der Chef einer Russengang den Kopf seines größten Rivalen wünscht bekommt er den natürlich prompto, nur dummerweise als Ersatz für seinen eigenen, was seine Unterlinge zur sofortigen Absetzung veranlaßt. Hier gilt dann auch dasselbe, wie für den Vorgänger. Andrew Divoff ist einfach klasse als diabolisch grinsender Finsterling, dem die Freude am Übertun schier aus den Lefzen tropft, aber auch die Effekte und Masken sind genauso gelungen, da zumindest gibt es kaum Qualitätseinbußen.
Gegen Ende darf dann zwar Regieroutinier Jack Sholder bei einem Großeinsatz im Casino, viele Spieler, viele Wünsche, wo von Spielkarten bis Roulettekugeln schlicht alles zur tödlichen Waffe wird und zahlreiche Zocker in den Himmel der einarmigen Banditen schickt. Schade dafür, daß man im Finale erneut auf einen simplen Bauerntrick zurückgriff um den Djinn mit seinen eigenen Waffen ins nächste Sequel zu schicken. Auffällig auch mal wieder die schwache Performance der Protagonisten. Morgana und ihr unterstützender Priester sind komplett unauffällig und auch nicht wirklich interessant gezeichnet. So gehört die Show einzig den Bösen, aber das ist ok so.
Reicht für mich aber immer noch für knappe sieben Punkte. Klar leidet die Originalität zwangsläufig, aber der ganz große Absturz findet hier noch nicht statt, allerdings graut es mir heute Abend ein wenig vor den beiden anderen Sequels. Wer hinterhältigen Humor gepaart mit Blut und Eingeweiden mag, kann sich hier immer noch locker einschalten.
6,5/10

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