Dieses Drama hinterlässt einen tollen Eindruck.Notwendiger Tiefgang mit einer gesunden Portion Humor machen „Duft der Frauen“zu einem absolut sehenswerten Erlebnis.
Der blinde Colonel Frank Slade ist verbittert,er beschließt in Ney York das Leben noch einmal zu genießen und sich anschließend eine Kugel durch den Kopf zu jagen.Begleitet wird Frank von Charlie Simms,einem grünschnäbeligen Studenten,der selbst vor einer schwierigen Entscheidung steht.
Al Pacino verleiht der Figur Frank Slade eine unglaublich facettenreiche Tiefe.Am Anfang haßt man ihn,am Ende liebt man ihn.
Sehr zu Recht wurde seine eindrucksvolle Leistung mit einem Oscar belohnt,denn schon allein die Szene beim Thanksgivingessen der Familie Slade ist ein Erlebnis,ebenso wie die ästhetische Tangoszene,ach,man könnte fast alle des kompletten Streifens aufzählen.
Der Film ist tragisch und witzig zugleich,Pacino und O`Donnell sind ein tolles Gespann,dessen Verhältnis sich im Verlauf glaubhaft entwickelt.Herrlich bissige Dialoge lockern die grundlegend dramatische Sache angenehm auf.
Der Streifen bietet keinen Platz für Langeweile,das Geschehen in New York gleicht schon fast einem Roadmovie,was aufgrund vieler Schauplätze recht kurzweilig ausfällt.
Einzig am Ende hätte man auf etwas weniger Kitsch setzen sollen,es wirkt an dieser Stelle leicht überladen.
Ansonsten bleibt ein tolles Drama,das zu jeder Zeit unterhält und für jeden Zuschauer einen Blick wert sein sollte.
9 von 10 Punkten