Ein Film für Fans der Achtziger-US-Metalszene und von Bands wie Ratt, Van Halen, Dokken, Bon Jovi usw. Der Film wirkt durch die frisierten Haare der Agierenden und deren Posing lächerlich, aber so wars nun mal in jener Zeit. Die ausgiebigen Konzertszenen sind ermüdend, sie sagen nichts aus, und feiern lediglich die damalige Zeit.
Klischee wird auf Klischee getürmt. Alles ist vorhersehbar, die Figuren sind eindimensional. Ein wenig Humor lockert alles etwas auf, aber "Rock Star" zeigt nicht viel vom Musikerleben, ausser der üblichen Tretmühle Platte-aufnehmen-Touren-Mädchen-Platten-aufnehmen-usw. Die SchauspielerInnen haben nicht viel zu tun, das Drehbuch von John Stockwell (ihn sah man u. a. in Carpenters "Christine") gibt ihnen allerdings auch nicht viel Raum. Ein netter Musikfilm, nicht mehr. Da empfehle ich Bruce MacDonalds "Hard Core Logo", ein intensiver Film, der sämtliche Träume des Rockmusikerdasein demontiert.
Steel Dragon sind fiktiv, die Geschichte bassiert allerdings auf den Erfahrungen von Ripper Owens, der tatsächlich ein ähnliches Schicksal erlebte. Er spielte in einer Judas-Priest-Coverband und wurde der Nachfolger von Priest-Sänger Rob Halford, als dieser die Band verliess.
Ansonsten sieht man viele echte Hardrock-Musiker im Film, wie z. B. Drummer Jason Bonham, Sohn des legendären Led-Zeppelin-Schlagzeugers John Bonham (Jason schmeisst auch wie weiland sein Vater ein TV-Gerät aus einem Hotelzimmer), Gitarrist Zakk Wylde (Ozzy Osboune Band), Jeff Pilson (Bassist von Dokken), Blas Elias (Schlagzeuger von Slaughter), Nick Catanese (spielte Gitarre in der Zakk Wylde Band), Brian Vander Ark (The Verve Pipe), Colleen Fitzpatrick (Ex-Sängerin von Eve’s Plum), Stephen Jenkins (Sänger von Third Eye Blind), und der Typ, der am Schluss Chris ersetzt, ist Miles Kennedy (Sänger von The Mayfield Four).