Review

In einem der ärmeren Viertel Bostons kommt es zu einem tragischen
Vorfall: die 4-jährige Amanda McCready (Madeline O'Brien) verschwindet
spurlos aus der eigenen Wohnung, in der sie mit ihrer drogenabhängigen
Mutter Helene (Amy Ryan) wohnt. Diese vernachlässigte sie schon seit
geraumer Zeit und auch an diesem Abend vergnügte sie sich mit ihrem
Liebhaber Ray (Sean Malone) in einer Bar, anstatt auf ihr Kind
aufzupassen. Amandas Onkel Lionel (Titus Welliver) und seine Frau Beatrice (Amy
Madigan) schalten zusätzlich die beiden Privatdetektive Patrick Kenzie
(Casey Affleck) und seine Freundin Angie Gennaro (Michelle Monaghan)
ein, die die Polizei, unter der Führung von Jack Doyle (Morgan
Freeman), bei der Suche unterstützen sollen. Erst einige Informationen, die Helene Patrick und Angie zukommen lässt,
der Polizei aber verschwieg, bringen sie auf eine erste Spur. Gemeinsam
mit den Detectives Bressant (Ed Harris) und Poole (John Ashton)
verfolgen sie den Drogendealer Cheese (Edi Gathegi), dem Helene und Ray
Geld klauten. Allerdings ist das erst der Anfang der Ermittlungen...

'Das klingt doch ganz spannend', dachte ich mir in der Videothek und
hab zugegriffen. Haben sich die 5.50$ gelohnt? Nicht wirklich. Der Film
beginnt recht vielversprechend, wird aber in der Mitte ziemlich
langweilig, da er sich in einem Subplot um ein weiteres verschwundenes
Kind verirrt. Gegen Ende nimmt er dann noch eine völlig haarsträubende
Wendung, die wohl genial erscheinen sollte, aber einfach nur
unglaubwürdig erscheint. Die Dialoge sollen mit ihren drei Fuck-Wörtern
pro Satz und zahlreichen Grammatikfehlern wohl authentisch erscheinen,
gehen nach einer Weile aber einfach nur auf die Nerven. Die Akteure
hingegen können überzeugen, die Optik ist schone heruntergekommen und
die Leute, die in dieser abgewichsten Welt leben, sind größtenteils
sauhässlich, wie im echten Leben eben.

Desweiteren kann man dem Film positiv anhaften, dass er probiert mit
der Moral des Zuschauers zu spielen. Die Hauptfigur muss zweimal im
Film weitreichende Entscheidungen treffen. Die erste ist objektiv
betrachtet falsch, die zweite richtig. Doch trotzdem ist man als
Zuschauer genau entgegen gesetzter Meinung. Dies wurde sehr geschickt
inszeniert, allerdings würde ich es begrüssen, wenn sowas in Zukunft in
einen besseren Film eingebunden wird.

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