Nach den bisher doch eher positiven Kritiken war ich mal wieder erstaunt, wie anders man einen Film empfinden kann. Für mich war Gone Baby Gone von Beginn an unglaubwürdig, die Story gar zeitweise lächerlich und keineswegs dramatisch. Eine Identifikation, und so entstehendes Mitgefühl mit den Figuren, war nicht möglich. Auch von einem Thriller kann man nicht sprechen, da ich eher gelangeweilt vor dem Fernseher saß und öfter auf die Uhr blickte.
Da stürmt ein 2 Mann Kommando in dem (überflüssigen) Subplot völlig übereilt ein Haus, statt auf das bald erscheinende SWAT Team zu warten. Klar, dass etwas schief geht.. Jedoch unser unglaubwürdiger "Held" ist ja da und geht ohne Kevlar in das Haus, und sichert es. Immerhin ist er ja Privatdedektiv. Hätte nur noch gefehlt, dass seine Kollegin und Freundin, der man die Rolle übrigens gar nicht abnimmt, mit Karate die Gegner niederstreckt.
Nebenbei kennt der Privatermittler so ziemlich jeden, meist sehr gut von irgendwann früher, sei es Drogenkuriere, Polizisten, etc. - kommt die Ermittlung nicht voran, dann findet er zufällig jemanden, der gerade soweit wieder erzählt, dass es eine kleine Wendung ergibt. Und das obwohl es eigentlich gar keinen Grund für die berichtende Person gab, jegliche Geheimnisse auszuplaudern. Nene, zu fadenscheinig, für mich eine unterdurchschnittliche 3/10