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Ein Kostümfilm, der zur Edo-Zeit spielt - nur so sondert sich KAIDAN von den restlichen J-HORROR-THEATER-Teilen ab und genau deshalb passt er auch nicht so recht zu ihnen. Die Kimono-Parade ist hochästhetisch, keine Frage, geht jedoch beinahe 2 Stunden lang und hat ein gemächliches Erzähltempo. Eigentlich handelt es sich in erster Linie auch um ein schwülstiges Liebesdrama mit für unsere Verhältnisse außerordentlich unterwürfigen Frauen. Erst sehr spät entfaltet der Fluch eines eifersüchtigen Gespensterweibs seine volle Wirkung. Mehrmals hätte es sich angeboten, den körperlichen Verfall (hier: eine makelloses Gesichtshälfte schwillt an und verfärbt sich) richtig aufzugreifen und sich, wenn auch in etwas abgeschwächter Form, in eine ähnliche Richtung zu bewegen wie MERMAID IN A MANHOLE, doch das hat man sich wohl nicht getraut.