Die beliebte TV-Reporterin Karen White erklärt sich bereit, bei einer verdeckten Ermittlung teilzunehmen, um den Triebtäter Eddie zu stellen. Doch beim Aufeinandertreffen in einem Sex-Shop, wird er von Beamten niedergeschossen. Geplagt von Albträumen, entschließt sie sich, ein entlegenes Therapiezentrum aufzusuchen, um sich von dem Schock zu erholen. Doch das Zentrum verbirgt ein grauenvolles Geheimnis, das sich als Werwolf-Kolonie entpuppt.
Joe Dante schuf 1981 einen teilweise bis heute unerreichten Klassiker der Lykanthropen Unterhaltungsindustrie. Teilweise deswegen, da der Film heutzutage doch einiges seiner damaligen Faszination eingebüßt hat. Früher als kleiner Steppke hat man sich beim ansehen noch beinahe in die Buchsen gemacht, während aktuell besonders die erste Filmhälfte eher betuhlich daherkommt und beinahe langweilt. Der Aufenthalt im Therapiezentrum soll zwar dem Spannungsaufbau dienen, aber bis der erste böse Wolf sich auf die Geißlein stürzt, passiert streng genommen wenig bis gar nichts. Beinahe legendär sind aber immer noch die Verwandlungssequenzen, die ohne CGI auskommen und noch in guter alter Handarbeit ausgearbeitet wurden. Selbst aktuelle Filme bekommen diese Szenen nicht mit solcher Intensität hin. Lob an Hr. Dante und die Trickabteilung, Mitgefühl für denjenigen, der bestimmt stundenlang im Werwolfskostüm vor sich hin transpirierte. Nicht nur deswegen nimmt der Film im letzten Drittel doch an Rasanz zu und der Endkampf in der verlassenen Hütte und der Scheune entschädigt doch für den ein oder anderen Sekundenschlaf vorher. Auch die Schauspieler sind bei näheren Betrachten eher Mittelmaß, Dee Wallace läuft die meiste Zeit mit aufgerissenen Augen durch die Gegend und auch Routinier Patrick MacNee hab ich schon lebhafter gesehen.
Howling ist doch ein Film an dem der Zahn der Zeit gehörig genagt hat. Nicht besonders brutal, sondern eher aus der Richtung atmosphärischer Horror kommend. Gesehen haben sollte man ihn aber auf alle Fälle einmal.
5/10