Ich war ziemlich überrascht als ich "Man nennt mich Halleluja" gesehen hatte. Eigentlich wollte ich ja nur einen vernünftigen Italowestern genießen, als solches funktioniert der Film aber nicht ganz.
Halleluja ist der Held in diesem Streifen. Er steht aber nicht besonders auf Revolver sondern schlägt seine Widersacher lieber mit Faust, Tasche voller Hufeisen oder Tablett nieder (bäm!). Nur ganz selten macht er mal auf Django, holt seine Minigun raus und schießt alles kurz und klein.
Als richtiger Western mag der Film nicht funktionieren, als Komödie dafür umso besser. Hallelujas Sprüche sind der Hammer. Sie passen zwar nicht unbedingt in einen Western (nicht so neugierig Opa, steht dir gut der Schnuller), sind dafür aber ziemlich lustig. Du gehst mir auf die Nüsse - das sind die Worte eines wahren Westernhelden. Halleluja macht ja schon fast Mundharmonika Revanche. Kleiner Scherz am Rande, aber was Halleluja im Film teilweise von sich gibt ist einfach nur zum Totlachen. Zum Beispiel als unser Held am Ende ruft 5,4,9 - Zero und anschließend alles in die Luft jagt ist saukomisch. Der russische General mit seinem Akzent trägt auch sehr zur Belustigung des Zuschauers bei. Ein Kommentar von Halleluja hat mich an Patrick aus Spongebob erinnert (macht ruhig weiter happa happa).
Eigentlich beschimpfen sich Cowboys ja immer mit Wörtchen wie 'Hundesohn', 'dreckiger Halunke' usw, aber nicht in "Man nennt mich Halleluja". Hier werfen sie sich gegenseitig 'Stinker' (!), 'Dicker' (!) und 'Arschloch' an den Kopf. Das Wort 'sterben' kennen sie übrigens auch nicht. Hier gibt es nur 'abkratzen' und 'Löffel abgeben'. Die Dialoge bei "Halleluja" sind teilweise ziemlich komisch.
Die unlustige Fortsetzung "Beichtet Freunde, Halleluja kommt" ist übrigens eher schlecht, aber den ersten Teil von Halleluja mag ich. 7 gute Punkte für diesen nicht ernst zu nehmenden Western.