Father Tyrone, im Ghetto nur “der Padres” genannt, steht unschuldig unter Mordverdacht. Er soll eines seiner Schäfchen, die Strip-Tänzerin Paula, brutal erdrosselt haben. Der Padres beginnt, den wahren Killer zu jagen. In Animierclubs und Pornoshops, unterstützt von Peep-Girl Nicole, findet sich bald die erste heiße Spur. Ein wahrhaft sexbesessener Maler arbeitet offensichtlich an einer tödlichen Akt-Serie.
Ich sehe Brad Dourif wirklich gerne und halte ihn wirklich für einen der unterschätztesten Schauspieler überhaupt, aber wenn man ins Kalkül zieht, was er sich für eine Grütze aussucht um ausnahmsweise mal die Hauptrolle zu spielen, kann man die Produzenten dieser Welt zumindest ansatzweise verstehen. Final Judgement versteht sich als ein Thriller um einen meschuggen Maler der seine Models nach Fertigstellung des Gemäldes umbringt (warum genau auch immer).
Dourif spielt dabei den wehrhaften Prediger mit Pistole im Halfter und krimineller Vergangenheit, der hier die Pole Position auf der Verdächtigenliste der Mordserie innehat. Also werden flugs eigene Nachforschungen gestartet, die allerdings sehr lahm, uninteressant und zudem überflüssig ausfallen. Blöd wie der Charakter ist übersieht er bei der Tätersuche und den Polizeiverhören, das er a) die Adresse der Mutter hat und auch schon mit ihr sprach, b) zeigt er den Bullen nicht das Foto des Mörders und c) hat er eine 1a Zeugin, die den Mörder am Arbeitsplatz der getöteten Tänzerinnen gesehen hat und sogar von ihm in ihrem Auto angegriffen wurde. So viel Doofheit gehört eigentlich mit Kreuzigung bestraft.
Der Killer ist dann natürlich ein Riesenarschloch, auf das die Frauen aber stehen, wie die Fliegen auf einen Kuhfladen (die Ärzte hatten wohl recht, wenn sie singen, das Frauen manchmal ein bißchen Haue gerne haben). Seine Motivation ist äußerst fragwürdig und er verhält sich dermaßen auffällig, das er im wirklichen Leben von jedem Polizeiazubi nach 10 Minuten verhaftet worden wäre.
So schleppt sich die Spannung nahe des Nullpunktes dahin und die einzig spannende Frage ist eigentlich, wie ihm Pater Tyrone im Finale begegnet. Ob als Mann Gottes, oder mit den Rachegelüsten seines vergangenen Lebens. Ansonsten herrscht Langeweile vor, was wohl auch die Macher erkannten und Ödnis der Handlung mit Massen von Titten zu übertünchen. Alleine Maria Ford schält sich viermal aus ihren Gewändern. Netter Ansatz, funktioniert aber nicht.
Außer Dourif haben wie es zudem mit schwachen Darstellern zu tun und wenn man mal auf Profis, wie Isaac Hayes oder Karen Black trifft, werden diese in Minirollen verheizt. Final Judgement ist und bleibt ein sehr schwacher Thriller, den niemand vermissen braucht.
3/10