Cassandras Traum ist durchschnittlich 5 Punkte wert – leider! An den Schauspielern mag es nicht liegen, dass diese schlichte Geschichte nicht funktioniert. Zuerst beginnt alles vielversprechend. Woody Allen schafft kurzzeitig die Einführung interessanter Charaktere. Doch als diese Vorstellung durch ist, kommt nur noch dialoglastige und inhaltsleichte „heiße Luft“. Szenenweise entwickelt der Regisseur gute episodenhafte Facetten in der Storyline. Die unausgegorene Mixtur aus Sozialdrama, Komödie und Thriller bleibt letztendlich saftlos auf dem Gourmetteller liegen. Zudem ist die Inszenierungsweise zu behäbig und zu altmodisch geraten. Geschichtenerzählen reicht heutzutage kaum noch aus.
Ein bißchen mehr zeitgemäße Visualisierung darf dann auch nicht fehlen, um vielleicht ein modernes (und auch jüngeres) Publikum in den Kinosaal zu ziehen. Woody Allen hat sicherlich mit vielen vergangenen Filmen bewiesen, dass er Talent besitzt. Jedoch hätte bei Cassandras Traum der Regisseur auch Allan Smithee heißen können.
Es wäre nicht sonderlich aufgefallen. Schade!