Review

Sonny, ist ein junger, unzufriedener Auftragsmaler für Plattencover. Um den Künstler neue Inspiration zu geben, schickt Zeus, der Göttervater, seine Muse Kira auf die Erde. Sonny wird im wahrsten Sinne des Wortes von der Muße geküßt und verliebt sich unsterblich in Kira. Aber Kira muß nach Erfüllung ihrer Mission wieder zurück zu Vater Zeus. Gibt es für die beiden Liebenden eine Zukunft???

Gerüchten zu Folge ist Xanadu einer der Mitgründe für die Schaffung des Anti-Oscars der goldenen Himbeere, aber auch die Tatsache das er in der Filmreihe "Schlechteste Filme aller Zeiten" teilnahm läßt durchaus Schlimmes erahnen. Und tatsächlich entpuppt sich der Big Budget Murks als eine Klischee-Fundgrube allererster Güte.
Wenig hilfreich ist es dabei allerdings das unser nomineller Held Michael Beck, den man völlig unverdienterweise an die Seite von Schnuckelchen Olivia Newton-John gestellt hat, sagen wir mal nicht gerade die Sympathieskala nach oben sprengt (eher in die andere Richtung). Da fragt man doch automatisch wo ein John Travolta bleibt, wenn man ihn mal braucht. Zumindest hat er aber einen lustigen Beruf, denn er vergrößert Plattencover für Werbezwecke, und wenn er nicht gestorben ist, ist er jetzt wenigstens arbeitslos, da das jeder Farbkopierer in seinem Grundsortiment hat.
Die Story des Films setzt sich aus den zu erwartenden Versatzstücken aus Sing- und Tanznummern zusammen, garniert mit einer Love Story, in dem eine Muse aus einem Graffiti Gemälde entsteigt, den nächstbesten Lulatsch einen Schmatzer auf die Verballuke drückt, um dann mit einem alternden Tanzstar einen Rollschuhclub zu eröffnen der nach einem mongolischen Gebäude benannt wurde, ja Anfang der 80er wurden noch richtig sinnvolle Drehbücher geschrieben.
Mehr als die gängigen Banalitäten kommt aber bei Xanadu auch nicht raus. Weder die Handlung noch die Songs können wirklich überzeugen, lediglich Gene "singing in the Rain" Kelly kann mit seiner lockeren Art ein wenig für Unterhaltung sorgen und mit seinem Duett mit Newton John immerhin eine gute Tanznummer für sich verbuchen. Der Rest macht allerdings leider nur dann Freude, wenn Oliver Kalkofe und Peter Rütten sie mit süffisanten Kommentaren unterlegen.
3/10

Details
Ähnliche Filme