Beowulf und seine zwölf Gefährten sagen dem Monster Grendel den Kampf an, als es einmal wieder das dänische Königreich Hrothgars heimsucht. Zwar können sie das Untier vertreiben, doch sind alle Kinder der Bestie zum Opfer gefallen. Nun soll sich Beowulf noch einmal aufmachen, um das Monster ein für alle Mal zu besiegen.
Die Beowulf Legende wurde ja mittlerweile schon zigfach verfilmt. Hier durfte deswegen sein epischer Gegner den Filmtitel stiften. Vielleicht isr dies auch der Grund, warum die SciFi jungs in ihrem TV-Film es mit den historischen Fakten nicht so wirklich genau nahm und frei nach Gusto eigenen Krempel dazudichten. Mein persönlicher Favorit, als ich fast den *rofl* gemacht hätte, war diese ulkige modifizierte Armbrust. Dieses Superding hat eine moderne Zielvorrichtung und verschießt Explosivgeschosse ohne nachzuladen auf das jede moderne Bazooka rot vor Neid werden würde. Ein göttliches Teil.
Auch so Sachen wie Menschenopfer und die ebenso langweilige wie überflüssig hinzu gedichtete Love Story von Finn und Ingrid kamen in der dänischen Saga ursprünglich eher nicht vor. Schwachpunkt auch die Kreatur Grendel selbst, sie ist vollanimiert sieht dabei halbwegs ok aus, aber bei der Interaktion mit der Realwelt hapert es gewaltig. Man achte mal bei den Kämpfen nur auf die Menschen, das sieht aber dermaßen fake aus, das es sogar schon beim ersten Sehen deutlich auffällt, von Schattenwurf und Fußspuren ganz zu schweigen. Der Familienstammbaum wäre auch mal interessant, die Mutter ist ein Flugdrache und sie gebärt mit Grendel eine Art Werwolf, die Gesetze der Genetik scheinen im Dänemark der Vorzeit jedenfalls nicht zu gelten.
Dennoch hat mir Grendel im Grunde sogar ganz gut gefallen. Die Darsteller und Dialoge waren nicht übel. Die bulgarischen Locations, die versuchen skandinawisch zu wirken, sehen ganz nett aus und wer ein Herz für Trash hat, der bekommt eine ganze Reihe amüsanter Momente geliefert. Diese Verfilmung des Themas ist sicher die dümmste, unterbudgetierteste und historisch falscheste von allen Beowulfs, für mich aber eine der gelungensten.
6/10