Also, Trash ist das nicht, auch wenn es gern so weitergetragen ist.
Was wir hier zum Kreischen komisch präsentiert bekommen, ist leider Gottes einfach nur Billig-SF mit Miniaturbudget, doch mitsamt schnellem Vorlauf sollte man einen Blick riskieren, ohne Angst haben zu müssen, zu erblinden.
Was wir hier haben, entspricht in etwa dem Camp-Faktor einer der schwächeren Enterprise-Episoden, wenn es schließlich um die Zukunftswelt geht, aber bis man dahin kommt, muß man erst einmal das Zeitreiselabor überstehen, irgendein Studiobüroraum, in den man einen überdimensionalen „Etch-a-Scretch“-Bildschirm samt einigen Computerattrapen gestellt hat und in welchem drei Wissenschaftler mittels vorsintflutlicher Billiggeräte irgendwelche nicht nachvollziehbaren Zeitexperimente an ihrem Schirm durchführen. Ein alberner Techniker-Komiker ist auch noch dabei und nach allerlei Blödsinn („Vielleicht ist der Schaltkreis für Zukunft durchgebrannt!“) können sie plötzlich im Jahr 2071 durch den offenen Bildschirm per Zeittor marschieren und stehen auf einer verwüsteten Erde.
Neben diversen beknackten Dialogen erwehrt sich da dann die Dame des Teams mittels Feuerlöscher zweier Eierkopfmutanten, ehe man in einer Schlucht in die Hände der letzten überlebenden Wissenschaftler und sonstigen Menschen fällt, die schon den Abgang in Richtung Alpha Centauri planen.
Der Rest des Films beschäftigt sich dann hauptsächlich mit den „Schauwerten“ dieser Zukunftsgesellschaft, wie dem Roboterbau bzw. der Reperatur, gezüchteten Zeitraffergewächsen und ähnlichem Mumpitz, während der Techniker eine Monteurin angräbt. Natürlich gibt es einen ungnädigen Halb-Bösling, der nachweist, daß man die vier aus der Vergangenheit nicht mitnehmen kann, woraufhin die sich in Rekordzeit ein neues Zeittor basteln, obwohl das 20 Minuten vorher in dieser Zeit nicht möglich war. Als dann die Atommutanten die helfenden Roboter (es sind eher Androiden) plattmachen, muß man den Sprung zurückwagen und landet außerhalb der eigenen Zeit und flieht notgedrungen in eine ferne, paradiesische Zukunft.
Erklärungen gibt’s hier fast keine, dafür aber jede Menge Plotlöcher. Die Tricks sind manchmal akzeptabel (das Zeittor), dann wieder haaresträubend (das niedliche Raumschiff-Model-Set) und die Mutanten sehen mehr wie Butzemänner aus. Warum die Roboter keine Angriffswaffen tragen, ist ebenso hanebüchen erklärt, wie das Ausbleiben, dem Techniker erst mal ordentlich eine zu schallern, weil er wie blöd einfach in eine vermutlich verstrahlte Zukunft rausrennt. Dazu kommt noch, daß die Musik seltsamerweise an beschwingte Tanzfilme aus den 40ern anmutet und fast alles in Studiobauten ersäuft, wenn man sich dann nicht doch mal ein Matte-Painting spendiert.
Den schnellen Vorlauf braucht man für die ewigen Erklärungen der zukünftigen Gesellschaft, die sich beim Schlußangriff eh in Wohlgefallen auflöst.
Für Trash ist das nicht wirklich schlecht genug, da haben uns Jungs wie Ed Wood jr. ganz andere Dinger untergejubelt, aber eine Überarbeitung des Drehbuchs durch etwa den Studiopförtner wäre doch mal ganz brauchbar gewesen. (3/10)