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Reise durch die Zeit
Ein sehenswertes Science-Fiction Abenteuer aus den 60er. - Regisseur „Ib Melchior“ der uns ja schon mit seinem Vorgängerwerk „Weltraumschiff MR-1 gibt keine Antwort“ (1959) beglückte kann auch hier voll durchstarten. Bei der „Reise durch die Zeit“, wie der deutsche alternativ Titel des VCL Tape passender nicht sein kann, handelt es sich genauer um eine Reise in die Zukunft ins Jahr 2091.

Bei einem Experiment mit der Zeit hat Versuchsleiter „Dr. Erik von Steiner“ (Preston Foster) den Zeitwähler von der Vergangenheit auf die Zukunft gedreht. Durch einen Kurzschluss in den Schaltkreisen hat sich dadurch durch Zufall ein uneingeplanter „Zeitgraben“ geöffnet. Dieser zeigt eine trockene Gesteinsebene, wo sonst eigentlich sich das Laboratorium befinden müsste. “Danny McKee” (Steve Franken) der Elektriker, bemerkt, dass das Zeitfester nicht nur ein Fenster ist, sonder auch ein Portal und geht doch glatt hindurch. „Dr. Erik von Steiner“ und „Dr. Steve Connors” (Philip Carey) folgen ihm, als sie bemerkten, dass mysteriöse, Mutanten ähnlichen Gestalten ihn verfolgten. Mit genau diesen, macht auch die hübsche Assistentin „Carol White“ (Merry Anders) Bekanntschaft, als diese völlig verwundert, von der Zukunft aus durch das Zeitfester in die Vergangenheit blickten. Doch „Carol White“ kann sich mit einem Feuerlöscher zur Wehr setzen und besprüht die Mutanten und flüchtet ebenfalls durch das noch geöffnete Zeitfenster, was kurze Zeit später zusammenbricht.

Nach einer bedrohlichen Verfolgung, von den wild gewordenen Mutanten können sich unsere Forscher in eine Hohle retten, wo sie auf „Dr. Varno“ (John Hoyt) und seine Leute treffen. Hier erfahren sie auch schon den Grund für die Katastrophe. Der Mensch hat sich in einem atomaren Krieg selbst zerstört. Übrig sind nur die radioaktiv verstrahlten Mutanten an der Oberfläche und die „zivilisierten“ Menschen in den Höhlen, die aus Wissenschaftlern und Androiden bestehen. Da diese Zukunft ein Überleben ausweglos erscheinen lassen, planen sie mit einem Sternenschiff nach „Alpha Zentauri 4“ zu fliegen.

Der Elektriker “Danny McKee” hat sich derweilen in die bezaubernde “Reena” (Delores Wells) verliebt, doch ob die beiden eine gemeinsame Zukunft haben? Denn unsere Forscher können nicht mit auf „Alpha Zentauri 4“. So tüfteln sie an einem neuen Zeitfenster, das sie wieder zurück in die Vergangenheit bringen soll. Diese Notlösung erwies sich auch als lebensrettend, denn gerade als unsere Zukunftsbewohner nach „Alpha Zentauri 4“ abfliegen wollten, drangen die aggressiven Mutanten ins Höhlensystem ein und verursachten eine Katastrophe. Selbst die Androiden mit ihren Zwiebelköpfen konnten den Feind nicht aufhalten. Doch „Dr. Erik von Steiner“ schaffte es rechtzeitig das neue Zeitfenster zu aktivieren, sodass nun die Zukunftsbewohner mit in die Vergangenheit reisten. Dummerweise haben sie durch die abrupte Abreise den Zeitablauf durcheinandergebracht, sodass sie nun außerhalb der normalen Zeit sich befinden. Das Fenster ist offen. Was für die einen zum Paradies wird, wird für die anderen eine Zeitschleife …

Wow, was für ein genialer Film! Einfache Story, die für damalige Verhältnisse sehr gut umgesetzt wurde. „Reise durch die Zeit“ ist ein Film der Spaß macht und einen sehr gut unterhält.

Natürlich ist es kein Vergleich zur heutigen Zeit, denn man sollte den Film aus dem Blickwinkel betrachten, dass aus sehr wenig Mitteln, das bestmöglichste rausgeholt wurde. Das ist definitiv gelungen und selbst die Explosionseffekte durch Knallkörper verleihen einen gewissen Charme. Die gewählte Ausdrucksform von früher (Dialoge), die passende Musik und Kulissen sorgen ohne Zweifel für eine mitreißende Atmosphäre. Jedem Nostalgiker wird das Herz höher schlagen, bei dieser Filmperle von 1964.

Das dieses Filetstück noch nicht in Deutsch auf DVD veröffentlicht wurde ist ein Skandal, denn der Film schreit quasi nach einer ordentlichen Veröffentlichung.

Fazit:
Empfehlung für Nostalgiker und Science-Fiction Fans der Anfangszeit, denn „Reise durch die Zeit“ ist tatsächlich eine virtuelle Zeitreise in die schönen 60er. Daher ganz klar verdiente 8/10

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